Heike-Karin Föll (geboren 1967 in Bad Cannstatt, DE) arbeitet zu Materialität und Mechanismen von Zeichnung, Malerei und Schrift. Ihr Schaffen steht im Austausch mit medialem Alltag, Styles, analogen oder digitalen Texten und Displays. Dabei arbeitet sie ‚post-post‘ – im Aufbruch aus nicht mehr soliden, ehemals postmodernen Strategemen wie Aneignung, Zitat und Kopie. In diesem Zusammenhang wird Zeichnung und damit auch die Linie als ihre kleinste Einheit exponiert. Hiervon ausgehend lassen sich unterschiedliche künstlerische Formate für den Ausstellungsraum erschließen: Buchseite, Blatt oder Leinwand, die auf digitalen Bildschirmen gleichsam durchscheinend werden. Heike-Karin Föll lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2019 ist sie Professorin für Zeichnung an der Universität der Künste Berlin. Die Ausstellung in den KW ist ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland und präsentiert einen Überblick über verschiedene Werkgruppen.