Ein Akkord aus vier Worten, den Klang der Ausstellung vage vorgebend. Wenn wir uns in der sogenannten Realität, in der Wirklichkeit bewegen, wie sicher sind wir dann, dass es sich nicht um ein Vexierbild handelt? Und welche Effekte haben Täuschung und Selbsttäuschung auf unsere Vorstellung von Welt?

Das Begriffspaar Realismus / Abstraktion scheint kunsthistorisch gesehen ein ziemlich überstrapaziertes und dadurch ausgeleiertes zu sein und dennoch bietet es immer neue Betrachtungsmöglichkeiten. Das Verhältnis zwischen den uns umgebenden Zuständen bzw. Dingen und deren Bedeutung, hat immer auch etwas Brüchiges. Das System das wir wahrnehmen und bereits zu kennen glauben, arbeitet immer nur solange einwandfrei bis eine Störung auftritt.

Etwa wenn man sich einen Schritt von dem allgemein vereinbarten Verständnis des Realen wegbewegt, findet man sich schnell in einer Grauzone wieder, in der alles neu vermessen werden kann. Wir befinden uns dann im Zwischenraum zwischen dem Ding an sich und seinem Abbild und fragen uns, wann aus einer Abbildung Kunst wird, und wann das Reale durch Überzeichnung ins Abstrakte kippt oder vielleicht zu einer Art abstrakten Hyperrealität wird.

Am Ende bleibt die Frage: How to enter the permanent, wenn die Welt doch nur Attrappe ist?

(Text: Andreas Koch & Peter K. Koch)

Mit Werken von:
Oliver van den Berg, Miriam Böhm, Jürgen Drescher, Claus Goedicke, Joachim Grommek, Claudia Kugler, Johanna von Monkiewitsch, Kathrin Sonntag und René Wirths.