Die Ausstellung „Mostly Happy – Finnish Art Today“ präsentiert zehn Künstlerinnen und Künstler, die für die Vielfalt und die Qualität der finnischen Gegenwartskunst stehen. Ihre Werke sind einerseits mit den Codes und Diskursen des weltweiten Kunstbetriebs verbunden, andererseits lassen sich in ihnen ganz spezifische lokale Bezüge zur Geschichte, Gesellschaft und vor allem auch zur Natur des Landes ausmachen.

Der Titel der Ausstellung „Mostly Happy – Finnish Art Today“ verweist als Kippfigur auf einen damit zusammen hängenden Unterschied von Selbst- und Fremdwahrnehmung. Zum zweiten Mal in Folge belegte Finnland den ersten Platz im „World Happiness Report“ (2019 und 2018). Auf der gleichen Position ist es im Anfang 2019 veröffentlichten „Good Country Index“ gelistet. Das Land hat ein sehr hohes Durchschnittseinkommen, gut ausgebaute soziale Strukturen und ein herausragendes Bildungssystem, was Anfang des Jahrtausends durch die Veröffentlichung der PISA-Studien schockhaft ins kollektive Bewusstsein der deutschen Bevölkerung drang. Finnland ist sicher, stabil und die Bevölkerung hat ein großes Vertrauen in ihre Regierung und Verwaltung. Aber was verbirgt sich hinter dieser scheinbar perfekten Fassade Finnlands? Die Werke in der Ausstellung markieren diverse Bruchlinien einer komplexen zeitgenössischen Erfahrung.

Mit Werken von: Martti Aiha, Elina Brotherus, Miklos Gaál, Hannaleena Heiska, Ulla Jokisalo, Antti Laitinen, Niina Lehtonen Braun, Aurora Reinhard, Toni R. Toivonen und Kari Vehosalo.