2019 jährt sich Alexander von Humboldts Geburtstag zum zweihundertfünfzigsten Mal. Der Einfluss des großen Gelehrten reichte bis in die kleinsten deutschen Staaten und Städte. Bürger wie Regenten fühlten sich angespornt, mit der neuen Welt in Austausch zu treten, Sammlungen anzulegen, diese zu erforschen, zu zeichnen und zu publizieren. Im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg waren es Franz Xaver von Zach und Bernhard August von Lindenau, die mit Alexander von Humboldt in direktem Austausch standen.
Die Museen des Altenburger Landes nehmen 2019 in einer gemeinsamen Ausstellungsreihe das Leben Alexander von Humboldts und sein Wirken auf die Region in den Blick. Dabei wird deutlich, dass alles mit allem in einem Zusammenhang steht und trotzdem immer wieder Humboldt den Mittelpunkt bildet. Von ihm wurden nicht nur bedeutende Wissenschaftler der Region, wie Alfred Brehm oder Anton Goering, inspiriert, sondern auch die Mitglieder der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes und der Herzog von Sachsen-Altenburg.
Die Ausstellungen in den Altenburger Museen und im Museum Burg Posterstein fassen das Wissen um den Universalisten und die von ihm ausgelösten Forschungen zusammen und erlauben einen naturwissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen Spaziergang durch die Region.
Die Ausstellungsreihe steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Minister für Kultur-, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei.
Der gemeinsame Hashtag #humboldt4 verbindet den Ausstellungsreigen in den sozialen Netzwerken.

humboldt4
Altenburg und die Welt

Für Alexander von Humboldt war Bernhard August von Lindenau „ein mir lange befreundeter, hochverdienter Astronom“ und tatsächlich verloren sich die beiden Naturforscher nie aus den Augen. Obwohl ihr Briefwechsel nur teilweise erhalten ist, finden sich in der Sammlung des Lindenau-Museums zahlreiche Spuren der Anregungen, die Lindenau von Humboldt erhalten hat. Die Kunstbibliothek bewahrt nicht nur einige Bände des großen Reisewerks über Südamerika in der Erstausgabe, sondern auch prachtvolle Folianten über die Expeditionen der Nachfolger Alexander von Humboldts. Sie werden in der Ausstellung ebenso gezeigt, wie Werke der Forscher, die Humboldt überhaupt erst den Weg bereitet haben. Dazu gehört in erster Linie Georg Forster, dessen berühmte Zeichnungen aus der Forschungsbibliothek Gotha in einer kleinen Auswahl zu sehen sind wie auch Darstellungen zu James Cooks berühmter Reise um die Welt, an der der junge Forster teilnehmen durfte.
Lindenau selbst bereiste ausschließlich europäische Länder, verfolgte die Erkundung ferner Regionen und Kontinente aber genau und wartete stets auf die exakten Beobachtungsergebnisse der Forschungsreisenden. In seiner Heimatstadt wurde er Mitglied der Naturforschenden Gesellschaft und sorgte dafür, dass das Altenburger Gymnasium einen Großteil der wissenschaftlichen Publikationen seiner privaten Bibliothek erhielt.

22.08. - 01.12.2019

humboldt4 - Altenburg und die Welt

Lindenau-Museum

Gabelentzstraße 5
04600 Altenburg