Ein Streifzug durch die Sammlung des Museums Schloss Moyland hat Überraschendes zutage gefördert: fast 500 Werke mit Darstellungen von Hunden und Katzen von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Daraus ausgewählt wurden für die Ausstellung Tierische Freunde. Hunde und Katzen aus der Sammlung rund 160 Werke (darunter auch Serien und Werkfolgen) vom ausgehenden 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, geschaffen von 56 Künstlerinnen und Künstlern.

Die Vielfalt der Bilder und Materialien in der Ausstellung ist groß. Zu sehen sind Arbeiten auf Papier, Medaillen, kleine Skulpturen aus Holz, Porzellan und Metall mit naturgetreuen, aber auch kuriosen, verspielten und wunderlichen Katzen- und Hundedarstellungen. Künstlerinnen und Künstler haben die Schönheit, Eleganz und Eigenwilligkeit dieser Tiere immer wieder studiert und in unterschiedlichen künstlerischen Medien verbildlicht. Darunter sind bekannte Namen wie Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Heinrich Campendonk (1889–1957), Erwin Heerich (1922–2004) oder Joseph Beuys (1921–1986), aber auch viele, die es neu zu entdecken gilt, wie Fritz Lang (1877–1961), Jupp Rübsam (1896–1976), Teo Gebürsch (1899–1958) oder Marianne Richter (1954–2001).

Sammlungskonzept
Die Werkauswahl spiegelt die Bandbreite und den eigenwilligen Charakter der Museumssammlung wider. Von Beginn an richteten die Brüder van der Grinten ihr besonderes Augenmerk auf Kunst auf Papier. Dieser Schwerpunkt findet sich auch in der Ausstellung. Es ging den Sammlern darum, das Schaffen einzelner Künstler breit angelegt zu dokumentieren. Nach ihren Vorstellungen sollte die Museumssammlung die Entwicklung der modernen Kunst reflektieren und Kenntnisse der unterschiedlichen künstlerischen Techniken vermitteln. In diesem Sinne lädt auch die Ausstellung Tierische Freunde. Hunde und Katzen aus der Sammlung zum genauen Betrachten und vergleichenden Sehen ein.

Publikation
Das 44-seitige Heft umfasst Texte und Bilder zu ausgewählten Künstlern und Künstlerinnen der Ausstellung. Der gefalzte Umschlag im Format 70 x 48 cm kann auch als Plakat genutzt werden. Die Publikation ist im Museumsshop für 9,90 € erhältlich.