Im Zentrum des künstlerischen Schaffens Malte Bruns‘ stehen menschliche Gliedmaße und Organe. Diese werden vom Künstler abgeformt, mit grellen, mitunter unnatürlich wirkenden Tönen eingefärbt und anschließend neu zusammengesetzt. Die so entwickelten grotesk erscheinenden Schöpfungen wirken gleichzeitig vertraut und fremd, zerstückelt und doch lebendig. Es geht dem Bildhauer und Medienkünstler bei diesen Arbeiten nicht um die Verletzbarkeit oder gar die Zerstörung des Körpers. Vielmehr kommentiert er mit ihnen die genetischen und technischen Erweiterungen des Menschen. Hierbei stellt sich auch die Frage, welche Relevanz Begriffe wie Natürlichkeit und Evolution für die heutige Zeit besitzen, in der Wissenschaft und Technologie an die Stelle einer natürlichen Entwicklung der Spezies Mensch getreten ist. 

Nicht selten spielt Bruns mit der Ambivalenz des geöffneten und fragmentierten Körpers und bewegt sich damit im Grenzbereich zwischen Ekel und Faszination. 

In der Kunsthalle des Museums Villa Rot zeigt Bruns Fotografien, Videoarbeiten und Skulpturen.

Malte Bruns (*1984 in Bielefeld, lebt in Düsseldorf) studierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und an der Akademie der Bildenden Künste München. An der Kunstakademie Düsseldorf schloss er 2014 sein Studium als Meisterschüler von Georg Herold ab.

Einzelausstellungen hatte er u.a. im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf und in der Galerie Lisa Kandlhofer in Wien. 2016 war er für den Nam June Paik Award nominiert.


Öffnungszeiten:
Mittwoch - Samstag: 14:00 - 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 11:00 - 17:00 Uhr

Weitere Informationen direkt unter: villa-rot.de

Malte Bruns: Installationsansicht Galerie Lisa Kandlhofer, Wien
30.06. - 29.09.2019

Malte Bruns

Museum Villa Rot

Schlossweg 2
88483 Burgrieden – Rot