In seinem Werk nutzt der in Düsseldorf lebende und arbeitende Künstler stets dasselbe thematische Vokabular – übersetzt in die Sprachen der Malerei, der Fotografie, des Theaters, der Performance und der Literatur.

„Der Titel TRANSIT ist nicht zufällig. Es ist die Bewegung, die den Betrachter antreibt – Transit, Transport, Reise ... – Stück für Stück und Schritt um Schritt. Genau so baut Kaluza seine Arbeiten auf. Er nähert sich seinen Ideen, in diesem Fall der Natur, mit den Mitteln der Bewegung. Diese Bewegung ist überall und auf jeder Ebene zu spüren. Und wo sich viel bewegt, entsteht Spannung zwischen Polen, zwischen Farben, zwischen Technik, zwischen der Nachricht, die der Künstler sendet und der Aussage, die der Betrachter empfängt.

Die abstrakt anmutenden vertikalen Bilder sind expressive Darstellungen eines Herbstwaldes mit all seinen Farben, Linien und Strukturen, der den Werken Kaluzas innewohnt und deren Intensität sich aus einem ganzheitlichen Verständnis des Intermedialen nährt. Sein Sujet folgt einer Dualität, die Spannung hervorruft. Was auf den ersten Blick einer unergründlichen Front aus Farbe gleicht, entpuppt sich nach und nach als hoch gewachsene Bäume, als Erdreich, als Licht und Schatten. Diese vordergründige Kulisse fordert einen geradezu heraus, sie zu ergründen und ihre Geheimnisse zu lüften, denn der Künstler gewährt uns keine Tiefenperspektive, keinenFluchtpunkt.“ (Isabelle von Rundstedt, aus: Demarkation/Transit)

© Stephan Kaluza
16.06. - 22.09.2019

Stephan Kaluza: Transit

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

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