Studierende des Faches Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain zeigen vom 19. bis 21. Juli 2019 ihre Arbeiten im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden. Erneut findet die Ausstellung rund um die Projekte der Bachelorabsolvent*innen nicht auf dem Campus, sondern in der Stadtmitte statt. An der Eröffnung sprechen um 19 Uhr Prof. Dr. Detlev Reymann, Hochschule RheinMain, Axel Imholz, Kulturdezernat Landeshauptstadt Wiesbaden, Johannes Alexander Schroth, Johannes Alexander Schroth Stiftung, Prof. Dr. Theo Steiner, Studiengangsleitung Kommunikationsdesign, Reverend Easthill, The Church of St. Augustine of Canterbury und Elke Gruhn, Nassauischer Kunstverein Wiesbaden.

Unter dem Titel SUPERNOVUM beyond the surface geben die Studierenden einen Einblick hinter die Kulissen des Studienalltags und präsentieren ihre Abschlussprojekte. Der Titel setzt sich aus den Begriffen super für die erbrachte Leistung der Absolvent*innen und novum für die neu entstandenen Ideen, die in die Projekte eingeflossen sind, zusammen. Den Absolvent*innen wird ermöglicht, ihre Arbeiten außerhalb der Hochschule zu präsentieren und innerhalb eines institutionellen Rahmens zu kontextualisieren. Es werden die aktuellsten Entwürfe und Konzepte aus den Bereichen digitales Design, Printmedien und Typografie, Corporate Design sowie Werbekampagnen und crossmediale Projekte des Wiesbadener Kommunikationsdesign-Nachwuchses gezeigt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Theo Steiner zeigt die Ausstellung die entwickelten Lösungen sowie die dahinterstehenden Konzepte.

Corporate Design ist ein Hauptbereich des Kommunikationsdesigns und auch in der diesjährigen Ausgabe des Semesterrundgangs stark vertreten:
Um die natürliche Alternative zu konventionellen Medikamenten attraktiver zu machen, hat sich Charline Baum mit Erst Healther mit der Entwicklung und Neugestaltung einer homöopatischen Hausapotheke beschäftigt.

Auch Simon Schlesingers App Gesundzeit dreht sich um das Thema Gesundheit und unterstützt Nutzer*innen beim Intervallfasten.

Anna Gettkandt und Luara Dörner haben mit Reisberg den beliebten japanischen Snack Origini in den deutschen Onlinemarkt eingeführt. Über die Homepage oder App können eigene Origini-Kreationen in ökologischen Verpackungen direkt nach Hause bestellt werden. „Slàinte Mhath!“ ist Schottisch und bedeutet zum Wohl: Sanna Hölß hat für Whisky Reisen & Tastings mit CASKMATES eine neue Corporate Identity geschaffen. Laura Möbius hat sich von Onlinedating-Portalen inspirieren lassen und mit NOAH– BRINGT TIERE NACH HAUSE eine Vermittlungsplattform für verwaiste und herrenlose Tiere konzipiert.

Ein bedeutender Schwerpunkt des Kommunikationsdesigns ist die Gestaltung von Printmedien: Das Buch Vom Perfektionismuss zur Perfektionismuse von Elisabeth Bilz hinterfragt Perfektionismus im kreativen Bereich. Auch Esther Ohs Sammlung Ich sehe was, was du nicht siehst betrachtet aus verschiedenen Erkenntnissen, Meinungen und Ergebnissen, die unterschiedliche Lebenswelten von Kreativschaffenden und anderer Berufsgruppen näher. Verena De Luca hat Stadtwanderungen durch ihr Wiesbaden unternommen und die Ergebnisse ihrer künstlerischen Wahrnehmungsexperimente in dem Buch Promenadologische Erkundung Wiesbadens festgehalten. Bei der Plakatkampagne für die fiktive Ausstellung Liquid Shapes von Julia Bruchgeht es um die Verschmelzung der Sinne, die bei Synästhesie stattfindet. Desiree Ebner hat in ihrem Buch Charmante Scheußlichkeiten eine kreative Spielwiese für die experimentelle Auseinandersetzung mit Kitsch geschaffen. Maria Kriegmaier dokumentiert in Bewusst Sein, einem Guide für einen einfacheren Lebensstil, ihre eigene Reise vom unbewussten Existieren hin zu einem bewussten Sein. Jan Munisteri hat mit Der Klabautermann ein Konzept mit Bühnenbild und Kostümdesign für einen 2D-Animationsfilm geschrieben. Das Fotobuch WER BIN ICH UND WENN JA ... WIE LANGE NOCH? von Evelyn Wettstein dokumentiert die verschiedenen Facetten jugendkultureller Phänome. Mit einem Blick für das Phantastische im Alltag betrachtet Philomena Wieth klassische Handwerksberufe und stellt diese in Philomenas phantastische Welt vor. Und Marc Windschild hat ein Interaktives Mal- und Lehrbuch für Jugendliche und Erwachsenegestaltet, in dem spielerisch und informativ eigene, individuelle Tattoodesigns entwickelt werden können.

Ein weiterer Bestandteil des Studiengangs ist das Digital Design:
Jonathan Engelbach entwarf mit KI und Design eine Website, die den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Design betrachtet. Holograffiti von Nils Schäferist eine Augmented-Reality-App, mit der sich Street Art zum Leben erwecken lässt.

Mit Carte Blanche hat Mario Goscinski eine App entwickelt, die Rezepte aus Kochbüchern individuell verwaltet. Mit The Foreign Finance Pass hat Henry Thrams die Homepage von Nova Credit vereinfacht und umgestaltet. Das Start-Up hilft Menschen, die in die USA einwandern, bei der Einrichtung einer finanziellen Basis.

Erneut sind viele filmische Arbeiten vertreten:
Nadine Blesing erweckt in ihrem animierten Kurzfilm Daruma das Stehaufmännchen in den Betrachter*innen. Sylvain Dumalin hat einen Teaser für das Live-Rollenspiel Inside Tales von Other Life Gamesproduziert, bei dem das Rollenspiel als sozialer und politischer Bildungskatalysator fungiert. Isabelle Laue konzipierte für den Song Glorious Games der Alternative-Pop-Rockband END ein animiertes Musikvideo. In Hanna Maus‘ Dokumentarfilm Gan(z) porträtiert sie fünf junge Ostasiat*innen und deren Lebenswelt. Evgenia Millers poetischer experimentellen Kurzfilm WEISENKIND beschäftigt sich mit der kindlichen Weisheit und der Befreiung von gesellschaftlichen Normen und Gesetzen.Im szenischen Kurzfilm Heile Welt von Andreas Schück und Frederik Hochheimer begleitet Sebastian seinen Vater Dennis, einen jungen, fahrenden Drogendealer bei einer alltäglichen Kurierfahrt.

Zudem gibt es in diesem Jahr mehrere Crossmediale Projekte:
Ve Kanzlers Video-Mapping-Produktion Ich atme, also bin ich. ist eine audiovisuelle Gestaltung von Emotion und Atem. Das Projekt Censored Sights von Christina Proske behandelt ausgehend von dokumentierten Zensurfällen und mittels sprechend verdeckenden Gipsformen die Zensur des weiblichen Körpers in Sozialen Medien. Und mit der Experimental Type Machine hat Heike Neff ein Custom Design Tool zur interaktiven Steuerung von Schrift geschaffen.

Die Ausstellung zeigt den Facettenreichtum des Studiengangs sowie die vielfältigen Richtungen, in die sich die Absolventen*innen im Laufe ihres Studiums entwickelt haben.


Programm und Öffnungszeiten:

Eröffnung :
in Anwesenheit der Studierenden Donnerstag, 18. Juli 2019, 19 Uhr

After Party:
GET YOUR MUV ON
Donnerstag, 18. Juli 2019, ab 23 Uhr Kreativfabrik Wiesbaden, Murnaustraße 2

Finissage:
Sonntag, 21. Juli 2019, 15 bis 18 Uhr

Öffnungszeiten:
19. Juli 2019, 14 bis 19 Uhr
20. Juli 2019, 11 bis 19 Uhr
21. Juli 2019, 11 bis 18 Uhr

SUPERNOVUM beyond the surface / Hochschule RheinMain © Hochschule RheinMain
19.07. - 21.07.2019

SUPERNOVUM beyond the surface. Kommunikationsdesign Hochschule RheinMain

Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

Wilhelmstraße 15
65185 Wiesbaden