Der Sommer und die Ferienzeit werden zum Anlass im Museum für Photographie eine Ausstellung zur Thematik des Reisens, des Urlaubs, der Freizeit und der ‚entschleunigten’ Landschafts- und Lebenserfahrung unter künstlerischen Gesichtspunkten vorzustellen. Hierbei werden wichtige Werke aus dem Sammlungsbestand des Museums seit dem 19. Jahrhundert und zeitgenössische fotografische Arbeiten von internationalen KünstlerInnen vorgestellt.

Mit Blick auf die Geschichte der Fotografie seit ihrer Entwicklung im 19. Jahrhundert und der parallelen Entwicklung der durch technischen Fortschritt erreichten Mobilität des Menschen, gehört die Reisefotografie zu einem ihrer wichtigen Themen. Waren es zunächst Aspekte wie die Naturwahrnehmung des Erhabenen und des kulturhistorisch Besonderen, die im Kontext von Reisen nur wenigen vorbehalten war, entwickelte sich im 20. Jahrhundert der Tourismus, der Reisen für viele Menschen ermöglichte. Ob mit dem eigenen Auto, dem Wohnwagen, Zug oder Flugzeug – Ausflüge, Freizeit in der Natur, Reise oder Strandleben gehören zu den allgemeinen Erfahrungen, wozu auch die soziale Absicherung von Urlaubstagen in der Arbeitswelt beigetragen hat. Die künstlerische Fotografie widmet sich mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten der Thematik. Hierzu stellt die Ausstellung internationale Beispiele vor und bezieht den Sammlungsbestand des Museums für Photographie mit ein.