Barbara Grosse (*1938 in Stuttgart) zählt zu den innovativen Künstlerinnen auf dem Gebiet der Radierung. Nach intensiver Beschäftigung mit klassischen Radiertechniken experimentiert sie mit vom Zufall gesteuerten Verfahren, die – ausgehend von der menschlichen Figur – in schriftähnlichen Kürzeln und von Naturprozessen mitbestimmten Kompositionen Niederschlag finden. Sie arbeitet prozessual und befragt radikal Möglichkeiten und Bedingungen von Druck- grafik. Dabei reizt die Künstlerin die Ausdrucksmittel ihres Mediums bis an seine technischen Grenzen aus. Die Ausstellung präsentiert eine Übersicht aus vier Jahrzehnten ihres grafischen Schaffens, die ausgewählten Arbeiten hat Barbara Grosse als Schenkung für die Sammlung des Kunstmuseums vorgesehen.