Unter dem Titel „Crossover“ präsentiert das Stadtmuseum Oldenburg vom Sonntag, 25. August, bis Sonntag, 6. Oktober, den farbgewaltigen Dialog mit Malerei und Grafik von Edeltraut Rath und Johannes Oberthür. Die Ausstellung wird am Sonntag, 25. August, um 11.15 Uhr eröffnet. Bürgermeisterin Petra Averbeck wird die Gäste begrüßen und Dr. Sabine Isensee, Leiterin Bildende Kunst und Kuratorin der Ausstellung, führt ein Podiumsgespräch mit der Künstlerin und dem Philosophen Dr. Hartmut Schröter. „Die Werke von Edeltraut Rath und Johannes Oberthür entfalten ein faszinierendes Wechselspiel von rhythmischen Farbräumen, in dem spannende Berührungspunkte, Gemeinsamkeiten und Kontraste sichtbar werden. Die Besucherinnen und Besucher können eintauchen in das vielseitige Spektrum der Farbe, können ihre Kraft, Magie und Wirkung erleben und ihre persönliche Wahrnehmung testen“, sagt Sabine Isensee.

Die Oldenburger Künstlerin Edeltraut Rath erkundet in ihren Werken geometrische Muster und Ornamente, die in ästhetischer Schönheit eine verblüffende Präsenz im Raum entwickeln. In ihrer Malerei schöpft sie aus einem Fundus der Variationsvielfalt: zarte Zeichnungen auf Papier treffen auf die leuchtende Farbigkeit ihrer Acrylbilder, ornamentale Wandmalerei im Hüppe-Saal, die sie gemeinsam mit 17 Schülerinnen und Schülern des Oldenburger Herbartgymnasiums gestaltet hat, tritt in einen aufregenden Dialog zu ihren Farbsiebdrucken und ein „White Cube“ lädt das Publikum zu sinnlichen Farb-Licht-Spielen ein.

Der Westersteder Künstler und Philosoph Johannes Oberthür hingegen verdichtet in seiner Malerei rhythmische Linien, mit denen er feinsinnig das ganze Farbspektrum auslotet. Seine Bilder fordern als Sehstücke die Wahrnehmung des Betrachters heraus: durch Verflechtungen, Überschneidungen und Überkreuzungen von Farbstreifen bilden sich geradezu kosmische Räume, die das Sehen als aktives Phänomen spürbar machen.

Über die Künstler
Edeltraut Rath wurde 1952 in Oldenburg geboren und absolvierte von 1969 bis 1975 ein Studium der Malerei an der Hochschule für Künste Bremen. Es folgte ein Kunst- und Musikstudium an der Universität Bremen, an der sie von 1982 bis 1985 einen Lehrauftrag innehatte. Seit 1985 waren ihre Bilder in zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, unter anderem in Bremen, Oldenburg, Riga (Lettland), Worpswede, Bremerhaven, Nanning (China), Windhoek (Namibia), Daugavpils (Lettland), Novi Sad (Serbien) und Emden.

Johannes Oberthür wurde 1959 in Kassel geboren und studierte von 1983 bis 1996 Kunst und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2000 promovierte er an der Philosophischen Fakultät der FU Berlin. Seit 1988 beteiligt er sich an nationalen und internationalen Ausstellungen, unter anderem war er mit seinen Werken in Berlin, München, Hamburg, Esch sur Alzette (Luxemburg), Brüssel (Belgien), Wien (Österreich), Mailand (Italien) und Espoo (Finnland) vertreten.

Zur Ausstellung Crossover ist ein Katalog erschienen, der für 15 Euro im Museumsshop des Stadtmuseums erhältlich ist. Es findet ein umfangreiches Rahmenprogramm zur Ausstellung statt.