»Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in Räumen, die wir jedoch oft nur peripher wahrnehmen. Trotzdem wirken diese Orte auf uns und beeinflussen unser Befinden«, sagt Annette Voigt (geb. 1957). Die Künstlerin erforscht das Potenzial von Räumen und entwickelt daraus raumgreifende Installationen, die mit dem Vorhandenen mitklingen und den jeweiligen Ortverändern. Ihre Eingriffe in den Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses zeigen ein hohes Maß an Originalität: Sie verwendet Leitungen, Rohre und Wasserhähne, ursprüngliche Funktionenwerden aufgehoben und in neue Sinnzusammenhänge gebracht. Die Raumveränderung verweigert sich einem konkreten Gebrauch zugunsten einer irritierenden und gedanklichen Eigenständigkeit.

Die Installations- und Objektkünstlerin Annette Voigt studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und lebt seit 2000 in Erlangen.

Während der Ausstellung erscheint ein Katalog.