Ende der 1960er Jahre begann Beuys Schriftstücke, Fotografien und Objekte, die ihm wichtig waren, in seine Kunst einzubeziehen, indem er sie stempelte. Die Stempel, die er dazu benutzte, gestaltete er selbst. Mit der einprägsamen Bildsprache und den kurzen Textbotschaften der Stempel verhalf er seiner künstlerisch-politischen Arbeit zu größerer Reichweite. Vor allem seine gestempelten Multiples trugen dazu bei, dass ab 1967 die „Marke Beuys“ entstand.

Neben einer Auswahl von gestempelten Multiples, Drucksachen und Fotografien aus dem Bestand des Museums Schloss Moyland werden in der Ausstellung Joseph Beuys – Gestempelte Multiples, Drucksachen und Fotografien Originalstempel von Beuys aus dem Museum Kurhaus Kleve gezeigt.


Joseph Beuys und die Mail Art in der DDR

Die Ausstellung Joseph Beuys – Gestempelte Multiples, Drucksachen und Fotografien wird ergänzt durch Mail Art aus der DDR als Leihgabe des Berliner Sammlers Lutz Wohlrab. In dieser bisher nur wenig beachteten Kunstszene spielten Stempel eine wesentliche Rolle. Auf vielen der individuell gestalteten Postsendungen tauchten seit Mitte der 1970er Jahre neben teils subversiven Bild- und Textbotschaften immer wieder auch der Name oder ein Bild von Joseph Beuys auf.

Lutz Wohlrab, Hommage a Joseph Beuys, 1986, Mail Art-Archiv Lutz Wohlrab, Berlin
22.09.2019 - 19.04.2020

Joseph Beuys: Gestempelte Multiples, Drucksachen und Fotografien

Museum Schloss Moyland

Am Schloss 4
47551 Bedburg-Hau