Manet und wer? Edouard Manet (1832–1883) war einer der berühmtesten Maler des 19. Jahrhunderts, doch Zacharie Astruc (1833–1907) ist bis heute als Künstler nahezu unbekannt. Zunächst machte er als Kunstkritiker von sich reden, und als erster verteidigte er öffentlich die Werke Manets. Mehrfach malte Manet ihn in den 1860er Jahren: Mit dem Bildnis des Zacharie Astruc, das heute in der Kunsthalle Bremen hängt, schuf Manet ein programmatisches Statement zum Geschmack der Avantgarde. Das Bild spielt auf vieles an, was die beiden liebten und diskutierten – japanische Kunst, Spanienmode, die Malerei der alten Meister und die Musik.

Die Meisterwerke Manets stehen nun im Mittelpunkt einer großen Ausstellung in der Kunsthalle Bremen. Sie untersucht die gemeinsamen Themen von Manet und Astruc und präsentiert Bilder Manets neben den überraschenden Aquarellen und Skulpturen seines Freundes. Gemälde ihrer bekannten Zeitgenossen wie Henri Fantin-Latour, Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir veranschaulichen ihr persönliches und künstlerisches Umfeld.

Internationale Museen wie das Musée d’Orsay in Paris, das Metropolitan Museum in New York, die National Gallery of Art in Washington und Museum of Fine Arts in Boston unterstützten die Ausstellung mit bedeutenden Leihgaben. Mit dieser Schau setzt die Kunsthalle Bremen die Reihe großer Ausstellungen zu französischen Malern des 19. Jahrhunderts wie Vincent van Gogh, Claude Monet, Gustave Caillebotte und Emile Bernard fort, die mit aktuellen Fragen zu berühmten Meisterwerken ein breites Publikum begeisterten.