Im Zuge der neuen, im Lockdown entstandenen Reihe Display wurde die Fensterfront der Städtischen Galerie aktiviert, die seither als eigener, von außen einsehbarer Bereich für künstlerische Präsentationen dient. 

Vor rund 20 Jahren schuf der Nürnberger Konzept- und Performancekünstler Karsten Neumann (*1963 in Würzburg) die Kunststadt Bethang, die er seither künstlerisch konsequent ausbaut. Ihr Name ergibt sich aus der Verschmelzung der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen. Ein wesentlicher Aspekt von Bethang ist es, die drei Städte gedanklich aber auch ästhetisch zusammenwachsen zu lassen. Mit 37 bäume für Bethang startete der Künstler eine Baumpflanzungsaktion mit dem Ziel, in jedem der 37 Postleitzahlen-Bezirke von Bethang (Nürnberg 28, Fürth 5, Erlangen 4) einen öffentlich zugänglichen Baum zu pflanzen. Die Finanzierung der Bäume erfolgt über den Verkauf von 37 vom Künstler aus Kunststoffmüll angefertigten Leuchtkanistern. Der Kaufpreis eines Leuchtobjekts beinhaltet die Spende an das jeweilige städtische Grünflächenamt. Die Idee zum Bethang-Baumprojekt entstand in Anlehnung an die Aktion „7000 Eichen“ (1982) von Joseph Beuys. Karsten Neumann, der in seinem Werk wiederkehrend auf Themen wie Recycling oder Umwelt Bezug nimmt, „gemeindet“ die Pflanzungsidee gewissermaßen in seine Kunststadt Bethang ein.