Die erste museale Einzelausstellung in Deutschland von Caroline Achaintre (* 1969) gibt Einblick in das einprägsame Werk der deutsch-französischen Künstlerin. Ihre Keramiken, Aquarelle und imposanten großformatigen Wandteppiche sind Einladungen an das freie Spiel der Vorstellungskraft. Der Ausstellungstitel »Shiftings« – dt. Verschiebungen, Verlagerungen, Umverteilungen – spielt nicht nur darauf an, dass Achaintre tradierte Techniken wie etwa die Tapisserie oder die Keramik in die Gegenwart überführt, sondern auch auf das ständige Ausloten der Grenzen zwischen Abstraktion und Gegenständlichem. In Achaintres Arbeiten treten geometrische, maskenhafte Formationen und wundersame, scheinbar animalische Figuren in Erscheinung, die unseren vorgeprägten Blick in Frage stellen und klassische Zuordnungen verschieben. Der Zauber von Achaintres hybriden Kreaturen verbirgt sich in ihrer Doppeldeutigkeit, ihre Schönheit liegt in ihrer Irritation.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Pasquart Kunsthaus Centre d‘art, Biel (CH) und wird zusätzlich gefördert durch die Henry Moore Foundation und dem Institut français Deutschland.