Mit der Ausstellung »VIRUS« versammelt der Ausstellungsraum EULENGASSE künstlerische Positionen, die sich mit den vielfältigen Erfahrungen während der Corona-Pandemie auseinandersetzen – einer Zeit globaler Verunsicherung, Isolation, Überforderung, aber auch kreativer Konzentration und persönlicher Reflexion.

Die ausgestellten Werke entstanden größtenteils zwischen 2020 und 2022, inmitten und als Folge eines Ausnahmezustands. Sie thematisieren die Sichtbarkeit des Unsichtbaren – das Virus selbst, das in Mikroskopaufnahmen fast poetisch-organische Formen annimmt – ebenso wie die tiefgreifenden Veränderungen im Alltag: das Maskentragen, das Verstummen des öffentlichen Raums, die veränderten sozialen Dynamiken, die neuen Formen der Einsamkeit und Verbundenheit.

Von zeichnerischen Auseinandersetzungen mit Virusstrukturen über abstrahierte Mikroorganismen bis hin zu performativen oder installativen Arbeiten, in denen persönliche Erfahrungen, Materialien und Erinnerungsfragmente verarbeitet wurden – »VIRUS« ist ein künstlerisches Protokoll einer kollektiven Krise, das Fragen nach Verletzlichkeit, Transformation und Zusammenhalt verhandelt. Manche Arbeiten lassen sich lesen als Reaktion auf Kontrollverlust, andere verwandeln Bedrohung in Form, Struktur und manchmal sogar Humor.

Die Ausstellung spürt den Spuren nach, die das Virus in Körpern, Köpfen und Gesellschaften hinterlassen hat – und gibt den unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven Raum, aus dem Chaos ein neues Bild zu schaffen. (Dirk Räppold)

01.08. - 31.08.2025

VIRUS das KÜNSTLERISCHE PROTOKOLL einer KRISE

Ausstellungsraum EULENGASSE

Seckbacher Landstraße 16
60389 Frankfurt am Main