Ian Waelder verbindet in thereafter erstmals Fassade, Atrium und Arkadenhalle der Kestner Gesellschaft zu einem skulpturalen Ensemble aus Pappe, Klang, Skulpturen und Zeitungscollagen. Die Werke kreisen um familiäre Spuren, biografische Brüche und materielle Relikte – nicht als Dokumente, sondern als fragile Speicher von Erinnerung und Geschichte. Eine wiederkehrende Klaviermelodie, ein Triptychon mit Filmszenen eines weglaufenden Jungen, aus Vogelfutter geformte Nasenskulpturen an der Fassade und deformierte Alltagsobjekte verdichten sich zu einer Erzählung über Abwesenheit und Zeit.