»Diese Arbeit reflektiert Identität als eine nicht festgelegte Bekundung, eine sich verändernde, bewegliche Definition, die nicht erfasst, nicht festgehalten werden kann, wie Wasser, wie die Meere und Ströme.« Diana Ejaita
Begleitend zur Filminstallation »The Unfinished Conversation« von John Akom- frah lädt der CONVERSATION ROOM zu Austausch, gemeinsamer Reflexion und vertiefender Lektüre ein. Die Bestandteile des Raums – eine Wandinstallation von Diana Ejaita sowie Texte und Bücher – werden dabei durch ein literarisch- musikalisches Rahmenprogramm ergänzt. Der CONVERSATION ROOM nimmt den Titel »The Unfinished Conversation« samt impliziter Einladung, sich aktiv an dem »unvollendeten Gespräch« zu beteiligen, wortwörtlich, indem er seinerseits die Besucher:innen zur weiterführenden Beschäftigung mit Themen wie Herkunft, Identität, Zugehörigkeit, Rassismus und soziales Miteinander einlädt. Ein Glossar klärt zentrale Begriffe, eine eigens zusammengestellte Bibliothek steht zur Lektüre zur Verfügung, einschließlich eines ausgewählten Angebots von Kinder- und Jugendliteratur. Der CONVERSATION ROOM knüpft am britischen Kontext von »The Unfinished Conversation« an, führt jedoch das Gespräch für den zeitgenössischen Kontext in Deutschland fort und öffnet es für eine stärkere Beteiligung von weiblich gelesenen und LGBTQIA+ Stimmen.
Die nigerianisch-italienische Künstlerin und Illustratorin Diana Ejaita (*1985) greift die Themen des CONVERSATION ROOMs in einer eigens für das Kunstmuseum gestalteten Wandinstallation visuell auf. Ejaitas künstlerische Arbeit nutzt Installationen, Illustrationen und Textildesign, um afrikanische Traditionen des visuellen Erzählens wiederzubeleben. Identität und Zugehörigkeit gehören dabei zu den zentralen Themen der Künstlerin.
In Zusammenarbeit mit Dr. Cornelia Lund, fluctuating images, Berlin, als Gastkuratorin. Der Raum wird gefördert durch die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg.