Ein Projekt von François Pisapia
In seiner multimedialen Praxis kombiniert der Künstler François Pisapia (geb. Montréal, lebt und arbeitet in Berlin 1990) historische Recherche und Fiktion, um die Fantasien und Ideologien herauszuarbeiten, die unseren alltäglichen Räumen zugrunde liegen.
Mithilfe von Bildern eingezäunter und ummauerter Gärten, Parks und öffentlicher Erholungsräume in der Natur schafft Pisapia ein Archiv, in dem er sich mit der Politik des „Lebensraums“ auseinandersetzt. Visuelle Materialien aus Heimatromanen, Landschafts- und Zaunkatalogen, Postkarten sowie Archivalien werden zu Trägern faschistischer und nationalistischer Vorstellungen von „Volk“, „Heimat“ und „Land“. In teils verstörend wirkenden Gegenüberstellungen werden nostalgische und fiktive Ideen von Natur und Nation kritisch hinterfragt. Sichtschutz, Mauern, Zäune und Privatisierung werden dabei zu Metaphern für Ausgrenzung, Sicherheit und das bewusste Ignorieren des Außen.
Ecke Licher Str./Nahrungsberg
35353 Gießen