Mit der Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ widmet sich das HfG-Archiv Ulm erstmals der Ausstellungstätigkeit der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG), die wesentlich zu ihrer weltweiten Wahrnehmung beitrug.

Zweifellos eine der einflussreichsten Gestaltungshochschulen des 20. Jahrhunderts, war die HfG Wegbereiterin für das heutige Verständnis von Design als interdisziplinäre Praxis. Mittels bislang unveröffentlichten Materials wie Architekturmodellen, Fachzeitschriften und historischen Fotografien veranschaulicht die Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“, wie die Hochschule ihre Positionen und Designkonzepte in die Welt trug.

In den 1950er und 60er Jahren erfreuten sich Ausstellungen derartiger Beliebtheit, dass Fachleute von einem „Ausstellungsfieber“ sprachen. Design war Thema auf zahlreichen Ausstellungen und Messen, die HfG nahm sich von diesen Entwicklungen nicht aus: Während ihres 15-jährigen Bestehens erarbeitete die Hochschule mehrere Ausstellungen, die dem Bedürfnis folgten, den eigenen Standpunkt sichtbar zu machen und ihre entwickelten Lehrmethoden zu verbreiten. Neben diesen Selbstdarstellungen entwarfen die Hochschulangehörigen Systeme für externe Auftraggeber wie Braun und BASF sowie einen Beitrag für den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1967. Ausstellungen dienten der HfG immer als Experimentierfeld für gestalterische Innovationen. Die dynamische Atmosphäre jener Jahrzehnte wird für die Besucher*innen der Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ durch verschiedene Medien erlebbar. Dabei nimmt sie sowohl die Relevanz der Ulmer Hochschule und ihre weltweite Rezeption als auch die Suche nach einer idealen Ausstellungsgestaltung in den Blick.

Die Ausstellung ist Teil des vierjährigen Forschungsprojekts „Gestaltung ausstellen. Die Sichtbarkeit der HfG Ulm“, das von der Folkwang Universität der Künste Essen, dem HfG-Archiv Ulm und der Hochschule Pforzheim gemeinsam durchgeführt und durch die VolkswagenStiftung gefördert wurde.