Pflanzen begleiten den Menschen seit jeher. Wie hat sich die Darstellung und das Verhältnis zu ihnen gewandelt?

2021 wollte die Kunsthalle Karlsruhe ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Statt großer Feierlichkeiten, wird endlich das Ausstellungshighlight "Inventing Nature" nachgeholt. Die für das Frühjahr 2020 geplante Schau war aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben worden und wird als großes Finale vor der umbaubedingten Schließzeit voraussichtlich ab 24. Juli präsentiert.

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und des global zunehmenden Umweltbewusstseins wie auch der aktuellen Erfahrungen der Pandemie nimmt die Ausstellung unser Verhältnis zur Welt der Pflanzen in den Blick. Werke aus über 500 Jahren Kunstgeschichte vom Spätmittalter bis in die Gegenwart führen in dialogischen Konstellationen den Wandel unserer Bilder und unseres Verständnisses von "grüner" Natur vor Augen: Von Paradies-Vorstellungen, Wildnis-Darstellungen bis zu Garten-Bildern und botanischen Studien, von Nachahmungen natürlicher Prozesse bis zur Dokumentation von Wachstums- und Verfallsprozessen reicht das Spektrum der Auseinandersetzung.

Die Künstler*innen der Ausstellung sind u.a. Hans Holbein, Lucas Cranach, Rachel Ruysch, Yves Tanguy, Max Ernst, Joseph Beuys, William Kentridge und Peter Dreher. Zeitgenössische Künstler*innen, die in den Dialog mit der Sammlung treten, sind: Ansel Adams, Abbas Akhavan, Lara Almarcegui, Julian Charrière, Donna Conlon, Gergory Crewdson, Simone Demandt, Mark Dion, Spencer Finch, Joan Fontcuberta, Ilkka Halso, Joan Jonas, Eva Jospin, Bernd Koberling, Volker Kreidler, Susanne Kriemann, Christiane Löhr, Theresa Lükenwerk, Gabriela Oberkofler, Tobias Rehberger, Julia Schmid, Miron Schmückle, Martin Schwenk, Sean Scully, Kiki Smith, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Thomas Struth, Barthélémy Toguo, Liliane Tomasko, Su-Mei Tse, Robert Voit, Lois Weinberger, Erwin Wurm, Andreas Züst.