Die Darstellung von Menschen stand für Otto Dix (1891–1969) sein Leben lang im Mittelpunkt. Selbst als er sich 1933 angesichts des Umzugs an den Bodensee auffallend dem Sujet der Landschaft zuwendete, nahm die Faszination für das menschliche Gegenüber nicht ab.

Die diesjährige Präsentation im Museum Haus Dix zeigt im ehemaligen Atelier und in dem eins- tigen Salon von Martha Dix (1895–1985) eine kleine Auswahl an Gemälden und Grafiken (Lithografie, Holzschnitt, Radierung) aus dem Sammlungsbestand des Kunstmuseums Stuttgart. Die Werke stammen aus unterschiedlichen Entstehungszeiträumen und präsentieren damit verschiedene Stile, die das Œuvre von Dix charakterisieren. Angefangen bei neusachlichen Porträts und altmeisterlichen Darstellungen der 1920er- und 1930er-Jahre bis hin zu Spätwerken, die eine expressive Ausdrucksweise kennzeichnet. Auch die Motive geben einen Einblick in die vielseitigen Annäherungen des Künstlers an die menschliche Figur: Selbstporträts, Kinderbildnisse, gesellschaftskritische Milieustudien, Allegorien und Personifikationen – häufig eingebettet in Landschaftsdarstellungen – sowie der für Dix so zentrale wie komplexe Themenbereich von Eros und Liebe sind vertreten.

Otto Dix, Matrose und Mädchen, 1923, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021
01.04. - 31.10.2021

Allzumenschliches – Otto Dix und das Porträt

Museum Haus Dix

Otto-Dix-Weg 6
78343 Gaienhofen-Hemmenhofen