Der erste thematische Schwerpunkt der Reihe „KUNST im Willy-Brandt-Haus“ gilt dem Künstler Roland Borchers, dem in diesem Rahmen vor Ort im Willy-Brandt-Haus auch eine eigene Sonderausstellung im Haus gewidmet wird. Die Sammlung des Hauses verfügt über ein umfangreiches Konvolut aus verschiedenen Perioden der Arbeit von Roland Borchers. Die Sonderausstellung gibt erstmalig einen Einblick in diesen Bestand. 16 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus der Zeit von 1984 bis 2014 bringen die Ideen- und Gedankenwelt des Künstlers näher. Roland Borchers wurde 1958 in Leipzig geboren und schloss seine künstlerische Ausbildung im Jahr des Mauerfalls ab. National und international bekannt wurde er vor allem durch seine Landschaften, die mit dem Gegensatz von Abstraktion und Gegenständlichkeit spielen und eine fast haptisch erfahrbare Farbigkeit aufweisen. Die Ausstellung zeigt unter anderem Grafiken, die noch zu Studienzeiten in der DDR entstanden sind, aber auch aktuellere Arbeiten von 2014, in denen sich Roland Borchers mit seiner Herkunft auseinandersetzt und auf Spurensuche begibt. Neben großformatigen, farbstarken Leinwänden treffen die Besucher*innen auch auf kleine, skizzenhafte Werke und werden auf eine Reise zu den geheimen Sehnsuchts-Orten des Künstlers mitgenommen.


Für alle, die die Ausstellung von zu Hause besichtigen möchten, gibt es diese auch hier in virtueller Form.