Fasziniert von Phänomenen vermeintlich unauflöslicher Widersprüche erkundet Beat Zoderer in seiner Kunst die Gleichzeitigkeit von Ordnung und Chaos, Alltagswelt und Kunst. Dabei überrascht der Schweizer Künstler durch ein ironisches Spiel mit der Strenge und Rationalität der Konkreten Kunst.

Der Ausstellungstitel deutet dabei sein Verfahren an: Visuelle Interferenzen. Zoderer nutzt die Überlagerung und Überschneidung – sowohl im konzeptuellen als auch im materiell-ästhetischen Sinne. Ganz gleich, ob kleinformatige Papierarbeiten oder auch große raumgreifende Installationen, Beat Zoderer schichtet, collagiert und strukturiert farbige Linien, Kreise und Quadrate.

Auf den ersten Blick wirkt dies oft wie Malerei, bei genauer Untersuchung entpuppen sich die Arbeiten als Skulpturen und Reliefs aus gängigen Alltagsmaterialien wie Haftetiketten, Blech und PVC-Folien. Was dabei all seine Arbeiten verbindet, ist der Aufruf zum genauen Hinsehen. Seine Kunst soll die Wahrnehmung der Betrachtenden schärfen, durch ihre triviale Beschaffenheit die Frage aufwerfen, was Kunst definiert.

Die Ausstellung wurde von Beat Zoderer selbst kuratiert. Dabei folgt sie keiner strengen Chronologie, sondern zielt vielmehr auf das eindrückliche Zusammenspiel einzelner Werke ab. Von Raum zu Raum wird der spielerische Umgang des Künstlers mit Form, Farbe, Raum und Material erlebbar.

Begleitend zur Ausstellung wird Anfang Mai ein Magazin erscheinen.