Andreas Gefeller richtet den Blick auf das „Dazwischen“. Die Potentiale des Mediums Fotografie auslotend, bewegen seine Arbeiten sich auf dem Grat zwischen der Abbildung der Realität und ihrer Verfremdung. Die Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung von Bildern nutzt er, um die Grenzen zwischen Natur und Fiktion, zwischen Dokumentation und Simulation zu verwischen. Gefellers für gewöhnlich großformatige Arbeiten fokussieren das Detail und lösen es zugleich in abstrakte Ordnungen auf.

In der Städtischen Galerie Neunkirchen werden rund 50 Werke der letzten 20 Jahre gezeigt, darunter Fotoarbeiten aus Andreas Gefellers Serien Soma (2000), Supervisions(seit 2002), The Japan Series (2010), Blank (2010-2016), The Other Side of Light (seit 2017) sowie eine Auswahl aus seiner jüngst entstanden Reihe Clouds: faszinierende Beobachtungen von Wolkenformationen, die natürlichen Ursprungs zu sein scheinen, tatsächlich aber von Kraftwerken erzeugt werden. Diese aktuelle Werkgruppe verbildlicht auf eindringliche Art und Weise das Spannungsfeld zwischen sublimer Schönheit und zerstörerischem Klimawandel. 

Andreas Gefeller (geboren 1970 in Düsseldorf) studierte Fotografie an der Universität Essen und schloss sein Studium bei Bernhard Prinz im Jahr 2000 mit Auszeichnung ab. Gefeller wurde 2001 in die Deutsche Fotografische Akademie berufen. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.