Zwischen Wirklichkeit und Simulation bewegen sich die fotografischen Arbeiten, die das Deutsche Tanzarchiv Köln im Rahmen seiner neuen Jahresausstellung „Inszenierung | Inspiration. Tanz und Fotografie” präsentiert. Die ausgestellten Arbeiten sind aber auch Beleg einer durchaus widersprüchlichen Beziehung zwischen Fotografie und Tanz, die von der immanenten Abwesenheit von Bewegung im fotografisch-bildkünstlerischen Artefakt ebenso bestimmt wird wie von der gewollt bildmächtigen Illusion des Festhaltens von Bewegung im Tanz. 

Alle Werke der Ausstellung sprechen in ihrer individuellen Ästhetik für sich, eröffnen dem Betrachter in ihrer Gegenüberstellung aber auch neue Bezugspunkte und Sichtweisen. Ein besonderer Reiz geht dabei von der Präsentation von Beispielen aus den Beständen des Deutschen Tanzarchivs Köln im Kontext aktueller Projekte zeitgenössischer Fotokünstlerinnen und -künstler. 

Die polnische Fotografin Anna Or?owska reflektiert ihren Aufenthalt im Deutschen Tanzarchiv Köln vom vergangenen Jahr im Rahmen von „Artist Meets Archive #2” der Internationalen Photoszene Köln und die Begegnung mit Beständen des Archivs in eigenen fotografischen Arbeiten mit einer besonderen Anmutung und Stofflichkeit.

Mit der Lesbarkeit und Darstellung tänzerischer Bewegung im Medium der Fotografie setzt sich wiederum der deutsche Fotografen Alexander Hegmann auseinander, dessen Projekt KORPUS fotografisches und kinetographisches Abbild zusammenführt. 

Die Ausstellung wird durch das Polnische Institut Düsseldorf und die Freunde der Tanzkunst am Deutschen Tanzarchiv Köln e.V. unterstützt.