Sie kannten einander, besuchten sich, schätzten und verachteten sich auch bisweilen. Sie stellten miteinander aus, waren in denselben Verbänden, hatten dieselben Galeristen und Sammler. Bei all ihren Unterschieden vereint sie das Aufbegehren gegen den konventionellen Kunstbetrieb. Sie alle verspüren den Drang, die Formen und Farben aus dem Zwang der Abbildungsfunktion zu befreien und als Ausdrucksträger für Empfindungen und Gefühle einzusetzen. Die Künstler*innen von »Brücke« und »Blauem Reiter« gelten als Fanal der klassischen Moderne in Deutschland. 

Hauptwerke dieser beiden tonangebenden Gruppen des Expressionismus vereinen sich im Buchheim Museum zu einer epochalen Gemäldeschau. Die Ausstellung bietet einen frischen Blick auf Bilder aus den Blütejahren zwischen 1905 und 1914 von Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde, Otto Mueller und Fritz Bleyl für die »Brücke« und Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin und Paul Klee für den »Blauen Reiter«. 

Das Buchheim Museum konzipierte die Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen Chemnitz und dem Von der Heydt-Museum Wuppertal. Die drei Partner können sich dabei auf reiche eigene Sammlungsbestände stützen, die erstmals zusammengeführt werden. Um das künstlerische Spektrum im Ganzen abbilden zu können, werden Werke von nationalen und internationalen Leihgebern hinzugenommen.

Ernst Ludwig Kirchner Gerda, um 1914 Von der Heydt-Museum Wuppertal
16.07. - 13.11.2022

Brücke & Blauer Reiter

Buchheim Museum

Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See