Das Ausstellungsprojekt „WERTERAUSCHEN“ kreist um den Begriff des Wertes als ökonomische, soziale und technologische Konstruktion: Was hat für uns Wert und wie können Werte entstehen?

Die in der Ausstellung zu sehenden Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit gegenwärtigen ökonomischen Wertesystemen auseinander und fragen nach Entscheidungsmöglichkeiten des Menschen innerhalb dieser Systeme. Raumfüllende Installationen, Videoarbeiten, Malerei, Fotografie und Soundarbeiten bespielen alle Ausstellungsbereiche des Schloss Biesdorf.

Ein großer Teil der Kunstwerke wurde für die Ausstellung neu geschaffen. Zu sehen sind unter anderem die dystopischen Bilder von Thomas Ravrens, Sven Kalden installiert einen „Bankraum“, Roswitha von den Driesch und Jens Uwe Dyffort zeigen eine Soundinstallation aus Smartphones zum Thema Selbstoptimierung, Simon Mullan entwickelt einen raumdominierenden “Vorhang“ aus Arbeitskleidung. Auch Gunter Reski wird neue Arbeiten zeigen. Timm Ulrichs ist mit fotografischen Arbeiten, Johanna Kandl mit Malerei vertreten.

Binelde Hyrcan zeigt sein Video Cambeck (2012), es zeigt vier angolanische Jungen, die reiche Erwachsene spielen und in ihrer aus Sand gebauten Limousine umherfahren. Stefan Panhans ist mit seinem Video “If a Store Clerk Gave Me Too Much Change“ von 2009 vertreten. Heidrun Holzfeind beschreibt in ihrer 3-Kanal Videoinstallation »never neverland« von 2014 drei Mikro-Communities in Kalifornien, Österreich und Slovenien.

 „Go! You go!“ ist ein Video von Ingeborg Lockemann von 2017. Der Film beschäftigt sich mit zwei besonders frequentierten Einkaufsstraßen in Accra und London, die die gleichen Namenhaben: Oxford-und Commercial Street. Die Filminstallation „Vierundzwanzig Stunden und ein Arbeiterlied“ von Michaela Schweiger parallelisiert fragmentarisch die Tagesabläufe und Arbeitswelten sieben prekär beschäftigter Personen. Anna Jermolaewa zeigt ihre Videoinstallation "Political Extras", diese beschreibt eine bezahlte Massendemonstration (anlässlich der Moskau-Biennale 2015), die von der Künstlerin selbst organisiert wurde.
Das Begleitprogramm zur Ausstellung ist ab September auf der Webseite des Schloss Biesdorf zu finden.

Ausstellungskonzept von Ingeborg Lockemann, Sven Kalden, Roswitha von den Driesch und Karin Scheel

Beteiligte Künstler*innen: Sven Kalden, Michaela Schweiger, Binelde Hyrcan, Johanna Kandl, Thomas Ravens, Ingeborg Lockemann, Anna Jermolaewa, Stefan Panhans, Gunter Reski, Heidrun Holzfeind, Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort, Timm Ulrichs, Simon Mullan


Eröffnung am 05.09.2021 von 10:00 . 21:00 Uhr
16:00, 18:00 und 2:.00 Uhr: Muted Piano Man – Konzert/Performance mit Jacu