Der Berliner Architekt und Stadtplaner Werner Düttmann wäre am 6. März 2021 hundert Jahre alt geworden. Das vom Brücke-Museum initiierte und konzipierte Projekt Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk würdigt dieses Jubiläum und startet am 6. März mit Satelliten an 28 Orten, einer umfangreichen Website und einer Publikation zu Düttmanns Schaffen. Die Ausstellung im Brücke-Museum sowie die Präsentationen an vier weiteren Ausstellungsorten eröffnen am 17. April 2021.

Als Architekt, Senatsbaudirektor (1960–66), Professor an der Technischen Universität Berlin (1966–70) und Präsident der Akademie der Künste (1971–83) war Werner Düttmann eine der zentralen Persönlichkeiten im Stadt- und Kulturleben von West-Berlin. In seinen unterschiedlichen Funktionen prägte er die städtebauliche Identität bis heute – von Reinickendorf bis Zehlendorf, von Neukölln bis Spandau. Ganz im Sinne der außerordentlich kommunikativen Persönlichkeit Düttmanns ist die Ausstellung netzwerkartig angelegt.

Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk eröffnet coronabedingt in zwei Teilen. Zum Geburtstag, ab Samstag, den 6. März 2021 führen Informationstafeln an 28 Orten in die jeweilige Architektur Düttmanns ein. Neben dem Brücke-Museum zählen hierzu unter anderem die Verkehrskanzel am Ku’damm, drei U-Bahnhöfe der Linie U7 in Berlin-Neukölln oder auch der Kreuzberger Mehringplatz. Für vertiefende Informationen zu den Gebäuden und Plätzen verlinken die Schilder vor Ort auf die umfangreiche Projektwebsite wernerduettmann.de. Sie ist das zentrale Informations- und Navigationstool des Projekts. Neben einführenden Texten stellen hier Videoporträts und Audiotracks die Orte genauer vor. Kuratierte Routen machen architektonische Zusammenhänge erfahrbar und dienen als Inspiration für den nächsten Stadtspaziergang.

Am Samstag, den 17. April 2021 eröffnen die Innenraumpräsentationen. Neben der Hauptausstellung im Brücke-Museum finden sich weitere Ausstellungskapitel im Haus der Kulturen der Welt (HKW), in der KÖNIG GALERIE in St. Agnes, der Hansabücherei am Hansaplatz und im Foyer der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Im Brücke-Museum werden Düttmanns architektonisches Schaffen und sein Werdegang vorgestellt und kontextualisiert. Ein besonderer Fokus wird dabei auf sein künstlerisches Schaffen sowie seine Sammelleidenschaft gelegt. Das Museumsgebäude rückt aber auch selbst in den Blick: Eine Präsentation ausgewählter Highlights der Sammlung zeigt, wie kongenial sich Düttmanns Räumlichkeiten und die Kunst des Expressionismus ergänzen. Die anderen Ausstellungskapitel erweitern die Hauptausstellung im Brücke-Museum um zusätzliche Themenkomplexe, wie die besondere Situation der geteilten Stadt Berlin, Fragen der Denkmalpflege oder den Aspekt der Stadtplanung.

Die von Lisa Marei Schmidt und Kerstin Wittmann-Englert herausgegebene zweisprachige Publikation mit wissenschaftlichen und künstlerischen Beiträgen u.a. von Arno Brandlhuber, Nele Hertling, Niklas Maak, Anri Sala, Elke Beyer, Frank Seehausen, Niloufar Tajeri und Hanns Zischler wird zum 6. März 2021 vorliegen und ist die bisher umfangreichste Monografie zu Werner Düttmann. Sie umfasst 372 Seiten, 368 Abbildungen und erscheint im Wasmuth & Zohlen Verlag, Berlin. (Museumsausgabe 39,90 € / Buchhandelsausgabe 45 €)

Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk wird vom Brücke-Museum konzipiert und organisiert, Kooperationspartner sind die Akademie der Künste, Berlin, das Landesdenkmalamt Berlin und die Technische Universität Berlin.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die LOTTO-Stiftung und den Hauptstadtkulturfonds. Der Katalog wird unterstützt von der Wüstenrot Stiftung.

Die Kuratorinnen der Ausstellung stehen gerne schon jetzt für Gespräche und Rückfragen zur Verfügung. Touren für Pressevertreter*innen im Stadtraum werden vorbereitet. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Brücke-Museums.