Miriam Cahn wird im Juni 2022 der 14. Rubenspreis der Stadt Siegen verliehen, verbunden mit einer Publikation und einer Einzelausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen. Eine Fachjury einigte sich im Juni 2021 auf die 1949 in Basel geborene Künstlerin Miriam Cahn als neue Preisträgerin und begründete ihre Entscheidung: „Miriam Cahn vertritt eine eigensinnige malerische Position von großer Ausdruckskraft. Dabei verbinden sich subjektive Wahrnehmungen und Empfindungen mit gesellschaftlichen und politischen Fragen. Im Zentrum steht der Körper in seiner Fragilität und Ausgesetztheit, auch gegenüber äußeren Faktoren, wie sich insbesondere in den Arbeiten zur Situation von Geflüchteten zeigt. Das Verhältnis von menschlichem Körper und Maschine ist ebenso Thema wie das Organische, auch im Sinne einer Verbindung von menschlichen und nicht-menschlichen Wesen. Von Anfang ihrer Entwicklung an hat Cahn eine bewusst feministische, unabhängige und kompromisslose Haltung eingenommen. Ihre Malerei hat sich frei von akademischen Regeln und Ästhetiken in unterschiedlichsten Formen und Materialien entfaltet.“ 
Gefördert von der Universitätsstadt Siegen und der Peter Paul Rubens-Stiftung