Anselm Reyle gehört zu den renommiertesten, international bekannten Künstler*innen seiner Generation. In Tübingen geboren und in Heilbronn aufgewachsen, wird er nun die  gesamte Kunsthalle Vogelmann bespielen. Die Liste seiner Ausstellungsorte liest sich wie ein Who’s Who der Kunstwelt, seine Kollaborationen, z. B. mit Dior für eine Handtaschenserie, sind legendär. Auf verblüffende Weise mischt er Stile, Farben und Materialien, er arbeitet mit Autolack, PVC- und Spiegel-Folie, Sprühfarbe, LED-Leuchten, Beton oder Ton. Fundstücke als Ausgangsmaterial spielen dabei in seinem Werk immer wieder eine bedeutende Rolle, es kann sich dabei um Elemente aus den Werken anderer Künstler*innen handeln, aber auch um Alltagsobjekte, Architekturen oder Design. Die Betrachter*innen verfangen sich im überraschenden Beat gegensätzlicher formaler wie materieller Samplings. Sein Werk spiegelt das gesamte Bildrepertoire abstrakter Bildfindung. Diese Arbeitsweise macht er in seiner Ausstellung in Heilbronn, erstmals konsequent zum Thema. So wird er in der Kunsthalle Vogelmann neben eigenen Werken auch die anderer Künstler*innen zeigen und damit seine Arbeitsweise als Reflektion, Aneignung, Um- und Neuformulierung sichtbar machen. Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Kunstverein Heilbronn und den Städtischen Museen Heilbronn. Der Kunstverein Heilbronn bespielt mit der Ausstellung von Anselm Reyle nach den Projekten mit Olaf Metzel und Martin Creed zum dritten Mal die gesamte Kunsthalle Vogelmann.