Die Ausstellung zeigt mit einer einzigartigen Auswahl von über 200 japanischen Farbholzschnitten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Entwicklung des Shin hanga (Neue Drucke). Die Sujets reichen von weiblichen Schönheiten und großen Schauspielern des Kabuki-Theaters über stimmungsvolle Landschaften und beeindruckende Vogeldarstellungen bis hin zu Szenen aus dem modernen urbanen Leben.

Die treibende Kraft hinter der kommerziellen Entwicklung der Shin hanga Bewegung war der charismatische Verleger Watanabe Shozaburo (1885–1962). Unter seinem Einfluss entstanden Holzschnitte mit exklusivem Charakter und einer erstaunlich modernen Formensprache.

Häufig sind Bijin-ga, „Schöne Frauen“ der Künstler Hashiguchi Goyo, Torii Kotondo und Ito Shinsui oder die beeindruckenden Landschaften des berühmten Shin hanga Künstlers Kawase Hasui auf den Drucken zu sehen. Es ist jedoch weniger das Motiv als vielmehr die Bildsprache, worin sich die Neuen Holzschnitte von ihren traditionellen Vorgängern, den Farbholzschnitten des Ukiyo-e, unterscheiden.

Die ausgewählten Holzschnitte der Ausstellung stammen aus zwei großen niederländischen Privatsammlungen sowie – besonders bemerkenswert – aus der familieneigenen Kollektion des bedeutendsten Verlegers von japanischen Drucken des 20. Jahrhunderts, Watanabe Shozaburo. Ergänzt wird die Präsentation durch ein neuerworbenes Stellschirmpaar des in der Ausstellung vertretenen Malers und Holzschnittkünstlers Yoshida Hiroshi (1876–1950).


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11:00 - 17:00 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat: 11:00 - 22:00 Uhr (ausgenommen Feiertags)
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: museum-fuer-ostasiatische-kunst.de

Spa, Hashiguchi Goyo (1881–1921), Farbholzschnitt, 26,6 × 44,5 cm, Japan, Juli 1920, gedruckt 1952 © Sammlung Scholten
11.03. - 06.06.2022

Shin hanga. Der moderne Farbholzschnitt Japans 1900–1960

Museum für Ostasiatische Kunst

Universitätsstr. 100
50674 Köln