Werke von 28 Studierenden und Absolventen der HBK Braunschweig zum Thema Sex und Gender

Die 2018 begonnene Ausstellungsreihe in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig findet mit NOT TOO CLOSE ihre Fortsetzung. 
Heute wird Sexualität immer häufiger im Kontext von Macht, Ungleichheit, Aggression und sexueller Gewalt diskutiert, während die Befreiungsbewegungen des letzten Jahrhunderts sie vornehmlich mit Glück und Selbstbestimmung in Zusammenhang brachten.
Zudem hat die Queer-Theorie die Geschlechter-Binarität als normierende Kraft und kulturelles Konstrukt kritisch hinterfragt. Die überkommene Aufteilung in Hetero- und Homosexualität wich einer neuen Vielfalt, wie sie in dem Kürzel LGBTQ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer) zum Ausdruck kommt. In Social-Media-Kanälen wie Facebook kann man unter 60 Geschlechtsoptionen wählen. Und schließlich hat der in deutschen Reisepässen mögliche Eintrag „divers“ auch von staatlicher Seite einen Wandel sichtbar gemacht.

Die Ausstellung geht der Frage nach, wie gesellschaftliche Debatten um Machtstrukturen und multisexuelle Identitäten, um biologische und soziale Geschlechterrollen Eingang in die Werke der Studierenden gefunden haben. 
Neben acht Videoarbeiten sind vier Installationen, 9 Skulpturen sowie Fotografien, Prints, Zeichnungen, Bilder und Mixed-Media-Arbeiten zu sehen. Während der Laufzeit finden drei Performances (Juraj Cernák, Fingery Eyes (Eva Karduck und Nina Kränsel), Lexi Schnäbele) statt. 

Die Ausstellung umfasst rund 50 Werke. Zur Finissage erscheint ein Katalog.

Beteiligte Künstler_innen: 
Juraj Cernák, Sonja Doberauer, Josephin Hanke, Jiyoung Hong, Meyrick Payne Kaminski, Fingery Eyes (Eva Karduck und Nina Kränsel), Charlotte Kätzl und Conrad Veit, William Kim, Constanze Klar, Rike Kreyenborg, Juliane Katharina Kühne, Takashi Kunimoto, Jungmin Lee, Tess Robin, Younghee Shin, Lexi Schnäbele, Solvey Schönknecht, Esra von Kornatzki, Cecilia Voßbeck, Marina Witt, Heeae Yang, Simiao Yu, Hyejeong Yun, Zoe Zaucker, Jakob Zimmermann und Zoyeon