Joanna Piotrowskas fotografische Praxis befasst sich mit familiären Strukturen und deren Beziehung zu größeren Systemen – einschließlich Politik, Wirtschaft, sozialem und kulturellem Leben. Sie erforscht die Vergangenheit und die Gegenwart, zeigt alle Ungleichheiten der Macht und das psychologische Drama und übersetzt die Gesten und alltäglichen, intimen Verhaltensweisen in neue Szenarien – was ihnen eine fast karikaturhafte Qualität verleiht. Piotrowska nutzt ihre Umgebung, um die Angst und die psychologische Spannung des häuslichen Raums zu zeigen, eher als Dokument einer Performance denn als dokumentarisches Bild.

Biografie:
Joanna Piotrowska wurde 1985 in Warschau geboren. Sie lebt und arbeitet in London. Piotrowska studierte Fotografie am Royal College of Art in London und an der Kunstakademie Krakau. Ihre Arbeiten wurden bei der 10. Berlin Biennale gezeigt sowie in der Gruppenschau Being: New Photography at MoMA, New York (2018). Einzelausstellungen wurden ihr unter anderem in der Tate Britain, London, Zach?ta National Gallery of Art, Warschau, der Kunsthalle Basel und in der Raketen-station Hombroich gewidmet. Piotrowska erhielt für ihr Werk bereits den Lewis Baltz Research Fund Award und den MACK First Book Award. Sie wird an der kommenden Biennale von Venedig und der Biennale von Lyon (beide 2022) teilnehmen. 

Joanna Piotrowska,Untitled,2019,Courtesy the Artist.jpeg
25.06. - 22.09.2022

Joanna Piotrowska: Sleeping Throat, Bitter Thirst

Kestner Gesellschaft

Goseriede 11
30159 Hannover