Die iranische Künstlerin Shirin Neshat gibt in ihrem Werk dem Leben und Schicksal von Frauen, die sich gegen Gewalt und Unterdrückung auflehnen, eine poetische Form. Mutig und selbstbewusst treten die Frauen in ihren Filmen, Videos und Fotografien auf. In ihrer strengen Schwarz-Weiß-Ästhetik sind sie Zeichen eines oft stummen Protestes.

In der Reihe „Sculpture 21st“ präsentiert das Lehmbruck Museum Neshats neuste Videoarbeit „The Fury“ als raumgreifende Installation auf zwei monumentalen Video-Screens in der Glashalle. „The Fury“ zeichnet den Weg einer jungen Exilantin nach, die von ihren Erinnerungen an Übergriffe und Folter während ihrer Gefangenschaft im Iran traumatisiert ist. Die zwei Bildschirme zeigen jeweils eine Perspektive der gleichen Geschichte und fordern die Zuschauerinnen und Zuschauer auf, selbst zu Regieführenden zu werden.