Die erste große Ausstellung der neuen Leitung in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden mit dem Titel State and Nature wird bis zum 21. November 2021 verlängert und durch ein hochkarätiges Performance-Programm ergänzt. Gezeigt werden neue Arbeiten von Alexandra Pirici, Regina José Galindo, Mehtap Baydu, die speziell für den Kontext in Baden-Baden in Auftrag gegeben und konzipiert worden sind und die einen Querschnitt zeitgenössischer Performance-Kunst darstellen. Performative Werkzeuge der künstlerischen Forschung binden das Publikum ein und sprechen Ebenen des Erinnerns, Vergessens, Neu-Ordnens und Auf-Null-Setzens an – von Politik über Choreografie und soziales Engagement bis hin zu Klangelementen und filmischen Räumen. Çagla Ilk und Misal Adnan Yildiz fassen ihren kuratorischen Ansatz in ihrem Statement folgendermaßen zusammen: 
„Wir sind feministische, queere, migrantische und transpolitische Subjekte. Dieses Programm ist vielleicht die Quelle der Desorientierung, die Baden-Baden braucht, oder die Ablenkung, nach der diese Stadt verlangt. Wir werden Zeugen, wie Baden-Baden zu einer konzeptionellen Bühne für Experimente mit dem Alltag wird. In nur einer Stunde, die man auf der Lichtentaler Allee verbringt, lassen sich in der direkten Umgebung der Kunsthalle so viele Wunder der Natur und der staatlichen Ordnung als Teil der alltäglichen Realität beobachten. Dieser Ort ist unsere Muse – und die Politik, die er mit sich bringt, unsere Hausaufgabe ..."