Verena Issel schafft Rauminstallationen, Skulpturen, Filme, Zeichnungen, Collagen und Wandobjekte. Die Künstlerin lässt mitunter sonderbar, possierlich, gefährlich oder humorvoll anmutende, raumgreifende Szenarien entstehen, deren gesellschaftspolitische Bezüge auf den zweiten Blick eine eindringliche Ernsthaftigkeit entfalten können. Die Inhalte von Verena Issels Arbeiten variieren, versammeln sich aber stets im Umfeld relevanter Gegenwartsdiskurse. Ihre Themen, ebenso wie Gestalt und Material ihrer Rauminstallationen, reagieren präzise auf das jeweilige Ausstellungsumfeld.

Der Titel der Ausstellung verweist auf das bis dato größte Leak über sogenannte Steueroasen, dessen Existenz vom Internationalen Netzwerk investigativer Journalisten am 2. Oktober 2021 veröffentlicht wurde.

Gezeigt wird unter anderem eine neue Werkserie aus, nun ja, FILZ. Die alte, häuslich konnotierte Kunsttechnik wird bei Issel eingesetzt für freundliche, bunte, weiche Bilder von Menschen und ihren Machenschaften.

Seit 2014 kooperiert das Haus am Lützowplatz (HaL) mit dem IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen und verantwortet zweimal im Jahr die Ausstellungen in dem 1929/30 von Erich Mendelsohn errichteten Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes an der Alten Jakobstraße. Dies ist das letzte Projekt im Ausstellungsraum der IG Metall. Ende des Jahres wird der Betrieb dieses hauseigenen Präsentationsortes auf Beschluss der Leitung des IG Metall Bezirks eingestellt. Insgesamt 15 Ausstellungen wurden im Rahmen der Kooperation mit dem Haus am Lützowplatz (HaL) von 2014 bis 2021 dort realisiert.


Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag: 09:00 - 18:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 14:30 Uhr
Samstag - Sonntag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: igmetall-bbs.de/

Verena Issel, Filzokratie II, 2021, gefilzte Wolle, 40 x 55 cm. Foto: T. Wheeler
12.11. - 10.12.2021

Verena Issel: Pandora Papers

Ausstellungsraum der IG Metall

Alte Jakobstraße 149
10969 BERLIN