Anlässlich des Festjahres zu 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland beteiligt sich die Galerie Stadt Sindelfingen mit einer Ausstellung zu diesem Jubiläum. Es werden Kunstwerke der jüdischen Künstlerinnen Maria Lemmé und Käthe Loewenthal sowie des jüdischen Künstlers Ludwig Meidner aus der der Sammlung Lütze gezeigt. Da die Sammlung nur sehr wenige Werke dieser Künstler*innen besitzt, wird die Schau durch Leihgaben aus der Städtischen Galerie Böblingen ergänzt. Zudem steht ein Bild von Otto Dix im Fokus, welches das jüdische Leben in Deutschland auf besondere Weise widerspiegelt.

Das Portrait der trauernden Marfried Hettner aus der Hand von Otto Dix zählt zu den wichtigsten Werken der Sindelfinger Sammlung. In diesem Bild betrauert die Portraitierte den Tod ihres Schwiegervaters Otto Hettner, der mit Otto Dix befreundet war. Das Schicksal der jungen Frau mit jüdischen Wurzeln nimmt nach der Machtergreifung der Nationalsozialist*innen einen traurigen und dramatischen Verlauf. Ähnlich ergeht es auch den anderen jüdischen Künstler*innen, die in der Ausstellung vertreten sind. Ausgehend von dieser Geschichte werden die Biografien der jüdischen Künstler*innen Maria Lemmé, Käthe Loewenthal und Ludwig Meidner in den Blick genommen. Erweitert werden diese Lebensläufe durch eine Einführung in die Geschichte des jüdischen Lebens in Sindelfingen.


Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
Samstag - Sonntag (Feiertag): 10:00 - 17:00 Uhr

Weitere Informationen direkt unter: galerie-sindelfingen.de

Otto Dix, Bildnis Marfried Hettner mit Trauerschleier, 1931, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Benjamin Knoblauch
09.10.2021 - 06.03.2022

Jüdische Spuren in der Sammlung Lütze

Galerie Stadt Sindelfingen

Marktplatz 1
71063 Sindelfingen