Käthe Kollwitz (1867–1945), die bedeutendste deutsche Künstlerpersönlichkeit der klassischen Moderne, thematisiert in ihren Werken wie keine Zweite Krieg, Armut und Tod, aber auch Liebe, Geborgenheit und das Ringen um Frieden in nachdrücklicher Weise. Mit ihren Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen erlangt sie bereits zu Lebzeiten weltweites Ansehen.

Eine neue Monographie stellt ab Sommer 2021 einen Überblick über ihr gesamtes künstlerisches Œuvre vor. Mit über 200 Werkabbildungen, nach Themen geordnet, beinhaltet der Katalog eine repräsentative Auswahl aus der Sammlung des Käthe Kollwitz Museum Köln. Mit ihrem weltweit größten Bestand an Zeichnungen, druckgraphischen Blättern und Plastiken ist die Kölner Kollwitz Sammlung eine engagierte Botschafterin der Künstlerin: Das neue Standardwerk mit Textbeiträgen der Kunsthistoriker*innen des Museums erscheint in einer deutschen und englischen Ausgabe.

»Bleiben meine Arbeiten so in ihrer Wirkung – auch nach Jahrzehnten –, ja, dann habe ich sehr viel erreicht.«
(Käthe Kollwitz, Die Tagebücher, 13. Mai 1917)

Die Buchvorstellung wird von einer Sonderausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln begleitet, die in Anlehnung an den Katalog die Themenfelder ihres Schaffens vorstellt. Aber nicht allein das künstlerische Können der Kollwitz fasziniert. Vor allem die zeitlose, emotionale Schlagkraft ihrer Arbeiten berührt Menschen in aller Welt bis heute. Daher wird die Schau um einen besonderen Aspekt ergänzt: Die Museumsmitarbeiter*innen stellen ihre Sammlungs-Highlights vor. Die subjektiven Werkbetrachtungen vermitteln als persönliche Impulse eine tiefe Verbundenheit mit der Künstlerin.