Das Museum Ulm präsentiert mit "Das schönste Bild bei mir zuhaus" ein Ausstellungsprojekt welches erstmals über die digitale Plattform nextmuseum.io kuratiert worden ist. nextmuseum.io ist ein Kooperationsprojekt von Museum Ulm und NRW-Forum Düsseldorf/Kunstpalast und wird von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Digital gefördert. Als digitale Plattform für Co-Kuration und Co-Kreation steht nextmuseum.io für mehr Demokratie im Kunstbetrieb. Gemeinsam mit einer Community werden neue Ausstellungs-formate und digitale Prototypen für kulturelle Bildung und Kommunikation entwickelt und die Zukunft des Museums neu gestaltet.

Den diesjährigen 40. Todestag des Verlegers, Kunstsammlers und Stifters Kurt Fried (30. März 1906 bis 22. März 1981) nimmt das Museum Ulm zum Anlass zu einer Wiederauflage seines 1971 initierten Ausstellungsprojekts „Das schönste Bild bei mir zuhaus“.

Vor 50 Jahren konnte Kurt Fried eine für die damalige Zeit außergewöhnliche und in ihrer Art einmalige Ausstellung eröffnen. Mit „Das schönste Bild bei mir zuhaus“ wurde die Bevölkerung eingeladen, persönliche Lieblingsstücke aus den eigenen vier Wänden in die Galerie studio f zubringen. Damit öffnete sich dem Publikum ein heimlicher Blick auf privaten Wandschmuck und den individuellen Kunstgeschmack von Bekannten und Unbekannten.

Ein halbes Jahrhundert später, in einer Zeit, in der Partizipation im Ausstellungswesen kein Fremdwort mehr ist, greift das Museum Ulm die Idee von Kurt Fried auf und transformiert sie in die Gegenwart. Mit einem Open Call auf der Internetplattform nextmuseum.io wurde die Öffentlichkeit eingeladen Kunstschätze und -werke zu zeigen, die einen besonderen Platz im persönlichen Lebensraum einnehmen und eine unverwechselbare Geschichte erzählen.

Über 180 internationale Einreichungen zeigen eine große Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksformen und Hintergründen, welche die Malereien, Zeichnungen, Fotografien, Objekte und Skulpturen mit besonderer Bedeutung aufladen. Von der Kinderzeichnung über das Objet trouvé bis hin zu Werken namhafter internationaler

Künstlerinnen und Künstler aus Vergangenheit und Gegenwart bietet die Präsentation ein breites Spektrum der Lieblingsstücke von heute.

„Das schönste Bild bei mir zuhaus“ sorgte vor genau 50 Jahren in der Ulmer Galerie studio f von Kurt Fried für Aufsehen. 2021 lassen sich Parallelen zwischen damals und heute erkennen: Gefielen 1971 Motive aus Ulm und Umgebung, Reiseimpressionen, Landschaften und Blumenstillleben, so finden sich solche auch in der aktuellen Ausstellung wieder. Vervielfältigt hat sich hingegen die Anzahl der Einreichungen und Kunstgattungen.

Auch beim Remake von „Das schönste Bild bei mir zuhaus“ wurden alle Einreichungen akzeptiert. In der Ausstellung sind alle Kunstwerke zu sehen, die ins Museum Ulm gebracht wurden. Wie bereits in der Ausgabe 1971 werden die Besucher*innen in der Ausstellung eingeladen, mittels einer Abstimmungskarte ihr "schönstes Bild" zu wählen. Das so ermittelte "schönste Bild bei mir zuhaus" wird im Anschluss an die Kulturnacht Ulm/Neu- Ulm vom 18. September 2021 bekannt gegeben.