Vom 17. September 2021 bis 9. Januar 2022 zeigt das Museum für Ostasiatische Kunst (MOK) die Ausstellung „Hundert Ansichten des Mondes. Japanische Farbholzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi (1839 bis 1892)“. Yoshitoshi ist der letzte große Holzschnittmeister der japanischen Ukiyo-e-Tradition. „Tsuki Hyakushi“ (dt.: „Hundert Ansichten des Mondes“) gilt als sein größtes Meisterwerk.

In der Serie werden die Geschichte und Mythologie des alten Japan zum Leben erweckt. Dabei spielt der Mond auf allen Blättern eine wichtige Rolle: Manchmal ist er in der Komposition sichtbar, manchmal wird nur in den schönen Gedichten der Textkartuschen auf ihn angespielt. Der Mond hat in Ostasien eine religiöse Bedeutung. Der Vollmond spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle im Leben des historischen Buddha. In der japanischen Kunst symbolisiert der Mond zumeist die Unbeständigkeit des Lebens. In diesem Sinne ist er mit dem japanischen Konzept von „mono no aware“, wörtlich: dem „Pathos der Dinge“, verbunden. „Mono no aware“ bezieht sich auf die Erkenntnis der Vergänglichkeit und bringt ein tiefes Gefühl „friedvoller Melancholie“ zum Ausdruck.
Neben den japanischen Farbholzschnitten aus dem Museum „Nihon no hanga“ Amsterdam werden zahlreiche andere Objekte wie Hängerollen und Schreibkästen, Schwertzierrate und Stichblätter, Netsuke und Inro aus der museumseigenen Sammlung gezeigt, die sich auf die japanische Mond-Kultur beziehen.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11:00 - 17:00 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat: 11:00 - 22:00 Uhr (ausgenommen Feiertags)
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: museum-fuer-ostasiatische-kunst.de

Mond über dem Berg Inaba, aus der Serie „Hundert Ansichten des Mondes“ von Tsukioka Yoshitoshi (1839-1892), Farbholzschnitt, ?ban (38 x 25 cm), Japan, 1885 © Nihon no hanga Amsterdam
17.09.2021 - 09.01.2022

100 Ansichten des Mondes. Japanische Farbholzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi (1839–1892)

Museum für Ostasiatische Kunst

Universitätsstr. 100
50674 Köln