Japanische Farbholzschnitte aus den Beständen des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale)


Die Kabinettpräsentation begleitet die große Sonderausstellung "La Bohème. Henri de Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre" und zeigt etwa 80 japanischen Farbholzschnitten aus der Grafischen Sammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). Die Werke wurden im Jahr 2018 wiederentdeckt und gehören teilweise zu den frühen Erwerbungen aus der Gründungszeit des Museums. Gerade für die Künstler der Moderne um 1900, wie Henri de Toulouse-Lautrec in Frankreich, aber auch die jungen Expressionisten in Deutschland, waren japanische Holzschnitte eine wichtige Inspirationsquelle ihrer Kunst.

Das bisher nicht beachtete Konvolut von über 100 Holzschnitten wird in Vorbereitung der Ausstellung zum ersten Mal wissenschaftlich erschlossen. Es umfasst alle wichtigen Aspekte und Facetten des japanischen Farbholzschnittes – im Westen unter dem Begriff Ukiyo-e (Bilder der vergänglichen Welt) bekannt, wie die typischen Darstellungen aus dem japanischen Themenkanon belegen. Szenen des populären Kabuki-Theaters, Schauspielerporträts, Heldengeschichten, schöne Damen, Landschaften sowie Pflanzen- und Tierdarstellungen befinden sich unter den Grafiken.

Ergänzt wird die Präsentation mit Objekten aus der Sammlung Kunsthandwerk & Design, die in großen Teilen ebenfalls aus den frühen Erwerbungen des Museums um 1900 stammen.