Ab März zeigt die Bundeskunsthalle eine Ausstellung zum wegweisenden Kunst- und Kulturhistoriker Aby Warburg, der seine Studien in Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie 1886 in Bonn begann. In den 1920er Jahren entwickelte er den Bilderatlas Mnemosyne, in dem die Migration von Formen und Motiven durch Jahrhunderte nachgezeichnet wurde. In seiner letzten, unvollendeten Version vom Herbst 1929 bestand der Atlas aus 63 großen schwarzen Tafeln, auf denen Warburg fotografische Reproduktionen von Kunstwerken aus dem Nahen Osten und Europa neben zeitgenössischen Zeitungsausschnitten und Werbeanzeigen anordnete. Diese Version zeigt die in Kooperation mit dem Warburg Institute, London, und dem Haus der Kulturen der Welt, Berlin, realisierte Ausstellung nahezu vollständig.