„Ein Leben für die Kunst: das kann dann nur bedeuten ein Leben, um sich auf den Tod vorzubereiten, ihn zu gestalten, zu inszenieren, als Höhe- und Kulminationspunkt […]“ (Timm Ulrichs)

 

Wie kaum ein anderer Künstler stellt Timm Ulrichs sich und seine menschliche Konstitution immer wieder als Material zur Verfügung und denkt seinen eigenen Tod als gestalterischen Pol mit. Legendär ist eine, Ende der 1970er-Jahre erdachte und am 16.5.1981 ausgeführte, Aktion, in der er auf sein rechtes Augenlid die Worte „THE END“ tätowieren ließ. Ausgangspunkt der in der Sammlung Philara präsentierten Werke ist die Auseinandersetzung mit dem Prozess des Verschwindens, mit der Gestaltung von Erinnerungsobjekten und die Organisation des Gedenkens, die Timm Ulrichs immer auch an sein persönliches Ableben knüpft.