Die Ausstellung „Russischer Impressionismus“, eine Kooperation mit dem Museum Barberini in Potsdam, nun zuerst in Baden-Baden und danach in Potsdam

So soll nun ab Ende März die große Ausstellung „Impressionismus in Russland“ für das Publikum bereitstehen. Das Ausstellungsprojekt stellt eine enge Kooperation mit dem Museum Barberini in Potsdam in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Tretjakow - Galerie dar. Corona-bedingt wird sie nun zuerst in Baden-Baden und ab Herbst in Potsdam zu sehen sein. Das kooperative Einverständnis der Moskauer Tretjakow - Galerie, die vielen hochkarätigen Ausleihen bis in den Winter zu verlängern, hat dies möglich gemacht.

Von Ilja Repin über Natalja Gontscharowa bis Kasimir Malewitsch: Zahlreiche Künstler in Russland ließen sich am Ende des 19. Jahrhunderts von den Themen und der Malweise der französischen Impressionisten anregen. Sie arbeiteten häufig „en plein air“ und spürten der Flüchtigkeit des Moments nach, wenn sie Szenen des russischen Alltags portraitierten, aber auch der Rolle des Individuums in einer sich immer stärker verändernden Welt auf den Grund gingen oder den Reiz von Natur und Landschaft – als Gegenraum zur modernen Metropole – einfingen.

Die Verbindungen zwischen Paris und Moskau waren vielgestaltig: Stipendien führten die russischen Künstler an die Seine, Meisterwerke der zeitgenössischen französischen Malerei waren auch in Moskau und St Petersburg zu sehen. Später zogen viele russische Künstler in die Welt hinaus. Immer ist es die Wirkung des Lichts – das flimmernde Sonnenlicht wie das neu elektrifizierte Leben in den modernen Metropolen –, die die der Farbe katalysiert und zunehmend zur Überwindung und Auflösung des Gegenständlichen „anstachelt“. So entsteht aus der Auseinandersetzung mit dem Impressionismus später auch die so wegweisende russische Avantgarde des Suprematismus. Malerinnen und Maler wie Natalja Gontscharowa, Michail Larionow und Kasimir Malewitsch entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts heraus ihre neue Kunst.

Die Ausstellung zeigt die Internationalität ihrer Bildsprache um 1900 und integriert die russischen Künstler in das Projekt der europäischen künstlerischen Moderne. – Ein gemeinsames Ausstellungs- und Forschungsprojekt des Museum Barberini, Potsdam, und des Museum Frieder Burda, Baden-Baden, in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau. Die Ausstellung umfasst mehr als 70 Leihgaben u.a. der ABA Gallery, New York, der Sammlung Iveta und Tamaz Manasherov, Moskau, der Staatlichen Tretjakow-Galerie Moskau, des Staatlichen Museums der Bildenden Künste der Republik Tatarstan, Kasan der Sammlung Elsina Khayrova, London, des Stedelijk Museum, Amsterdam, sowie mehrerer Privatsammlungen. – Die Ausstellung wird von Ortrud Westheider und Alla Chilova kuratiert.