Bis auf wenige renommierte Namen wie Nobuyoshi Araki oder Hiroshi Sugimoto ist die zeitgenössische japanische Fotografie in Deutschland kaum bekannt. In Kunstkreisen hat man sie seit Ende der 1990er Jahre durch einige wegweisende Ausstellungen in den USA intensiver wahrgenommen. 2008 schließlich sorgte sie auf der Messe Paris Photo für Aufsehen. Einer der Hauptgründe, warum die zeitgenössische japanische Fotografie vom Westen erst spät entdeckt wurde, mag daran liegen, dass sie keinen kritischen Diskurs mitliefert, die Welt nicht erklärt, sondern aufzeichnet, ohne zu werten.

Die Ausstellung beginnt mit der Gruppe Provoke Ende der 1960er/Mitte der 1970er Jahre, gefolgt von Werken von Araki und Sugimoto aus den 1990er Jahren. Die aktuelle Fotografie wird insbesondere durch jüngere Fotografinnen repräsentiert. Das Themenspektrum reicht von Stadtlandschaften, Aktdarstellungen, Landschaft, Alltagsszenerien bis zu poetisch-träumerischen Welten.

Beteiligte Künstler: Nobuyoshi Araki, Rinko Kawauchi, Daido Moriyama, Asako Narahashi, Mika Ninagawa, Tokihiro Sato, Lieko Shiga, Hiroshi Sugimoto, Yutaka Takanashi und Miwa Yanagi

Die Ausstellung umfasst 132 Werke und wird von der in Goslar ansässigen Firma Taniobis gefördert. 
Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre (48 Seiten).