Katharina Grosse (*1961 in Freiburg im Breisgau) zählt zu den bahnbrechenden Künstlerinnen ihrer Generation. Internationale Bekanntheit erlangte die Malerin mit ihren in Sprühtechnik ausgeführten begehbaren Farbräumen, mit denen sie systematisch die Bedingungen und Möglichkeiten von Malerei hinterfragt. Ihre spektakulären Projekte, so zuletzt im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin oder im chi K11 art museum in Shanghai, sind Ausdruck ihres kraftvollen multidimensionalen Malstils. Museumsdirektorin Andrea Jahn ist es nun gelungen, die international renommierte Malerin vom 1. April bis zum 4. September 2022 nach Saarbrücken zu holen. Mit Wolke in Form eines Schwertes erwartet das Publikum eine Präsentation ihrer neuesten Leinwandarbeiten, die im großzügig dimensionierten Erweiterungsbau der Modernen Galerie ihre visuelle Kraft entfalten.

Ausstellungskuratorin Andrea Jahn: „Katharina Grosses Bilder und Installationen üben eine unglaubliche Faszination aus: raum- und grenzüberschreitend, multidimensional, von überbordender, sprühender Farbigkeit, entwickeln sie eine visuelle Intensität, die unsere ganze Aufmerksamkeit fordert. Ich freue mich, dass diese große Künstlerin endlich auch hier in Saarbrücken zu sehen sein wird!“

Für Grosse hat Malerei keine Grenzen. Nach Anfängen in der Tradition der Farbfeldmalerei erweitert sie seit mehr als zwei Jahrzehnten in ihren Arbeiten Farbe in Raum, Architektur und Landschaft hinein und setzt sich über material- und objektbezogene Schranken hinweg. Die in Saarbrücken ausgestellten Werke bringen die jüngst sehr unterschiedlich erprobten Arbeitsweisen von Katharina Grosse zusammen: in manche Bilder sind Äste, Zweige, Treibholz und Leinwandfragmente eingearbeitet, so dass Malerei, natürliche Materialien und skulpturale Strukturen miteinander verschmelzen. Mit gestischer, farblicher und materieller Wucht greifen die Werke weit in den Betrachterraum aus. So entsteht eine Malerei-Installation, die zugleich das klassische Bild zum Thema macht.

Katharina Grosse, 1961 in Freiburg im Breisgau geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Neuseeland. 2000 bis 2009 hatte sie eine Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 2010 bis 2018 an der Kunstakademie Düsseldorf. Grosse realisierte Großprojekte für das Helsinki Art Museum (2021), den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin (2020), das chi K11 art museum, Shanghai (2018) die Nationalgalerie, Prag, das Carriageworks, Sydney (2018), die South London Gallery (2017), die vom MoMa PS1, New York, veranstaltete Rockaway!-Reihe (2016), das Museum Wiesbaden (2015), das City of Philadelphia Mural Arts (2014), das Museum Kunstpalast, Düsseldorf (2014), das Nasher Sculpture Center, Dallas (2013), das MASS MoCa, Massachusetts (2010), das Kunstmuseum Bonn (2015), das Garage Museum, Moskau (2015), das Palais de Tokyo (2005), Paris und andere und nahm an den Biennalen bzw. Triennalen von Sydney (1998), Taipeh (2006), Aarhus (2017), New Orleans (2008), Venedig (2015) und Helsinki (2021) teil. Katharina Grosse wurde 2003 der Fred-Thieler-Preis, 2014 der Oskar-Schlemmer-Preis – Großer Staatspreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg und 2015 der Otto-Ritschl-Kunstpreis verliehen.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr 
Mittwoch: 10:00 - 20:00 Uhr
Montag: geschlossen

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