Die britische Künstlerin Delaine Le Bas, die bereits an den vergangenen Herbstsalons beteiligt und zuletzt in Berlin auf der Biennale zu sehen war, zeigt mit ihren neuesten Werken einen radikalen Wandel ihrer Praxis. Vom Thatcherismus bis hin zum Brexit spürt Le Bas aus intersektionaler Perspektive der Art und Weise nach, wie Sprache von neoliberaler Politik konstruiert wird und dabei bestehende Ausgrenzungen reproduziert werden und das kollektive Bewusstsein beeinflusst wird. Sie lädt auch den Kulturbetrieb zum selbstkritischen Diskurs ein, denn für sozial und rechtlich benachteiligte Minderheiten in Europa, wie Rom*nja und Sint*izze, hat sich lediglich die Sprache geändert, die für sie benutzt wird, jedoch weder der Blick auf sie, noch die sozioökonomischen und rechtlichen Bedingungen ihrer Leben. Indem sie ihre textbasierten Gemälde und Zeichnungen, ihre Tagebücher, Erfahrungen, Gedanken und Ansichten zum heutigen gesellschaftlichen Unbehagen teilt, erschafft Le Bas ein ganz persönliches Universum, in dem Kritik zu einer Angelegenheit von kollektiver Dringlichkeit wird. Ergänzend zur Ausstellung lädt Le Bas Co-Performer*innen, Forscher*innen, Kurator*innen, Aktivist*innen und Künstler*innen ein, die Ausstellung in drei verschiedenen wiederkehrenden Formaten mit zu gestalten.


Öffnungszeiten:
Montag - Sonntag: 12:00 - 20:00 Uhr
(Theaterferien / Schließzeit: 03.07-19.08.22)

Weitere Informationen direkt unter: gorki.de

BEWARE OF LINGUISTIC ENGINEERING Delaine Le Bas © Maxim Gorki Theater / Foto: Egbert Trogemann
01.04. - 30.09.2022

Delaine Le Bas: Beware of Linguistic Engineering

Maxim Gorki Theater

Dorotheenstraße 3
10117 Berlin