Vom 6. Mai bis zum 13. Juni 2024 ist in der Artothek Oldenburg die Ausstellung „Der Feuervogel“ zu erleben. 18 Schülerinnen und Schüler des Kunstleistungskurses 13 der Liebfrauenschule haben im Kontext ihres Kerncurriculums „Bilder zu Texten“ vielfältige Illustrationen gestaltet, in denen das Märchen „Der Feuervogel“ nach den Gebrüdern Grimm fantasievoll ausgelotet wird. „In der Ausstellung gibt es märchenhafte Illustrationen zu entdecken, in denen das schicksalhafte Abenteuer eines jungen Prinzen dargestellt wird, der auf der Suche nach dem magischen Feuervogel viele Mutproben zu bestehen hat. Goldene Äpfel, leuchtende Federn, eine schlaue Füchsin und eine zauberhafte Königstochter waren für die Schülerinnen und Schülern wundervolle Motive für die kreative Umsetzung“, freut sich Kuratorin Dr. Sabine Isensee, Leiterin der Artothek.

„Das Projekt ist für die Schülerinnen und Schüler sowie auch für mich eine einzigartige Erfahrung“, berichtet Amelie Mohr, die Lehrerin des Kunstkurses auf erhöhtem Niveau. „Es ist fantastisch zu sehen, wie sehr die Schülerinnen und Schüler an sich und ihrer Kunst gewachsen sind und was für wundervolle Werke dadurch entstanden sind. Jedes dieser Kunstwerke führt den Betrachtenden auf eine andere Art und Weise in das Märchen des Feuervogels ein.“

Individuelle Techniken
Die Schülerinnen und Schüler besuchten im Rahmen des Projekts „Artothek & Schule“ mit ihrer Lehrerin Amelie Mohr die Kunstausleihe in der Peterstraße 1 und ließen sich dort von drei Werken der Künstlerinnen und Künstler Anita Buchholz, Andrey Gradetchliev und Jens Thiele inspirieren, in denen die Techniken Ölmalerei, Tuschezeichnung und Papiercollage im Mittelpunkt stehen. Sie haben die Kunstwerke für mehrere Monate in ihr Klassenzimmer ausgeliehen, sie erforscht und dann zum Anlass für eigene gestalterische Arbeiten genommen. Dabei war die persönliche Begegnung mit Prof. Dr. Jens Thiele, der Künstler ist und langjähriger Direktor der Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg war, ein besonderer Höhepunkt des Projekts, da er ihnen anhand seiner Bilderbücher die Raffinesse der Collagetechnik veranschaulichte. Jeder Schüler hat zu einem spezifischen Textabschnitt des Märchens „Der Feuervogel“ eine Illustration gefertigt, wobei aus den Techniken Malerei, Grafik oder Collage gewählt werden konnte. „Aus individuellen Zeichenstilen und Techniken entsteht ein Mosaik der Vielfalt und trotzdem wird mit den Bildern die gleiche Geschichte erzählt“, beschreibt die Schülerin Ida Fortmann den künstlerischen Prozess. Dies zeigt auch eindrucksvoll das Titelmotiv zur Ausstellung von Paulina Singelmann, die den Feuervogel in leuchtenden Ölfarben auf eine Leinwand gemalt hat und die spannende Szene des Märchens illustriert hat, als der Prinz an der Schlosswache vorbeischleicht, um den Feuervogel im Käfig zu stehlen: Sie lässt das Gefieder des Vogels in feurigen Orange-Gelb-Tönen erstrahlen, das sich am Hinterkopf in lodernden Flammen ausbreitet und das stahlblaue Auge des Wächters preisgibt. Pädagogin Nina Gluth hat das Projekt fotografisch festgehalten und aus dem Material einen Filmtrailer gestaltet, der begleitend zur Ausstellung präsentiert wird.


Die Ausstellung „Der Feuervogel“ ist vom 6. Mai bis zum 13. Juni 2024 in der Artothek Oldenburg, Peterstraße 1 zu sehen.

Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag: 15:00 - 19:00 Uhr